Erste Pressekonferenz zum 107. Six Day Berlin

- Viele Neuerungen warten auf die Besucher –

Einen Tag nach den sportlich vollends überzeugenden Bahn-Europameisterschaften im Berliner Velodrom richtet sich der Focus schon wieder auf das nächste radsportliche Event in der Hauptstadt, der 107. Austragung des so beliebten Berliner Sechstagerennens, das in der Zeit vom 25. bis 30. Januar 2018 stattfindet. Die Vorbereitungen hierzu sind schon in vollem Gange, so dass bereits jetzt zur ersten Pressekonferenz eingeladen wurde.

Der Geschäftsführer des Berliner Sechstagerennens Valts Miltovics und der für den sportlichen Teil verantwortliche Dieter Stein ließen durchblicken, dass es im kommenden Jahr etliche Neuerungen geben wird. Das betrifft in erster Linie das Rahmenprogramm, das komplett überarbeitet wurde und dazu gibt es auch ein neues Catering-Konzept, das von traditionellen deutschen Gerichten über Streetfood bis hin zu Salatbars für jeden Besucher etwas bietet. „Die Zuschauer werden wie immer erstklassigen Sport auf der Bahn erleben und nebenbei bestens unterhalten“, äußerte sich der Geschäftsführer mit Vorfreude. Dabei setzt man auf Tradition gemischt mit neuen technischen Entwicklungen, um den tollen Sport auch den unerfahrenen Zuschauern näherzubringen. So werden u.a. die Sportler mit LEDs ausgestattet, die in unterschiedlichen Farben leuchten und den Zuschauern signalisieren, wer gerade im Rennen die Führung inne hat bzw. die Gesamtwertung anführt.

Jeder Renntag steht unter einem bestimmten Motto, von der „Nacht der Legenden“ über den AOK-Familiensonntag bis hin zur „After Work Party“ wird bestes Entertainment geboten. Als Botschafter des Berliner Sechstagerennens fungiert der beliebte US-Amerikaner Nate Koch, der die Fans mit Fotos, Videos und Interviews hinter die Kulissen blicken lassen wird. Er war schon als Beobachter bei der Bahn-EM in diesen Tagen in Berlin dabei und nahm auch an der Pressekonferenz teil. „Es war ein tolles Ereignis, für mich gab es  keinen Druck und so konnte ich meine Freunde beobachten. Ich habe in der letzten Zeit gut trainiert und werde mich im Januar u.a. gegen Robert Förstemann und Maximilian Levy besser präsentieren als im letzten Jahr“, gab der sympathische Amerikaner zu verstehen.

Zum sportlichen Teil gab Dieter Stein einen Einblick über die bislang vorgenommenen Verpflichtungen, die wieder ein erstklassiges Fahrerfeld erwarten lassen. So wurden bereits neben den obengenannten drei Sprintern auch einige Teams für das Kernstück eines Sechstagerennens, dem Madison, verpflichtet, von denen besonders die Belgier Kenny de Ketele/Moreno de Pauw und die Deutschen Roger Kluge/Theo Reinhardt hervorstechen. Der Lokalmatador Theo Reinhardt, ebenso bei der Pressekonferenz anwesend wie der frischgebackene Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft im Punktefahren Maximilian Beyer, war noch von der Atmosphäre bei der EM angetan, wo er am Schlusstag im Madison mit Kersten Thiele zwar nur Platz 9 belegte, aber mit seiner Fahrweise durchaus beeindruckte, dabei von seinem Partner leider nicht die entsprechende Unterstützung erfuhr. „Das Publikum bei der EM war phantastisch, ich war vor den Augen meiner Familie gut motiviert und so war diese EM ein Riesending. Die Zeiten auf der neuen Bahn deuteten bereits an, dass die Piste sehr schnell ist, so dass ich 2020 bei der Weltmeisterschaft in der Mannschaftsverfolgung Zeiten unter 3:50 Minuten erwarte“, so der sympathische Berliner, der im Januar zumindest das Podium anvisiert, möglichst aber auf der obersten Stufe stehen will.

Für ihn und Maximilian Beyer geht es jetzt zunächst zu den Londoner Sixdays, wo sie ab morgen mit ihren Partnern Kersten Thiele bzw. Sebastian Schmiedel versuchen werden, den einen oder anderen Akzent zu setzen. „Ich freue mich in der Six Day Serie dabei zu sein, somit kann ich mehrere Rennen fahren, obwohl es für eine vordere Platzierung nicht reichen wird. Aber in einzelnen Wettbewerben wie Ausscheidungsrennen oder Zeitfahren wollen wir schon etwas reißen“, sagte Maximilian Beyer, bevor er ins Flugzeug nach London stieg.

 

Bernd Mülle

 

Foto: https://www.facebook.com/events/1610069655732097/?fref=ts

 

 

 

  

 

 

 

 

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