Am Samstag 8. September 2018 geht es von 10:00 bis 10:30 Uhr bei der RTF Oderbruch auf Strecken von wahlweise 74 km, 119 km und 158 km. Wer sich für den Oderbruchmarathon mit einer Streckenlänge von 220 km entscheidet, muss bereits in der Zeit von 9:00 bis 9:30 Uhr starten. Die Marathonschleife, die zusätzlich zur 150er-Runde gefahren wird, führt über unser Nachbarland Polen und ist nicht ausgeschildert. Zum Abfahren dieses Abschnitts ist das Herunterladen des GPS-Tracks und die Beachtung einiger Hinweise erforderlich, die auf der Webseite des Veranstalters veröffentlicht sind.

Am Sonntag 9. September 2018 führen uns Strecken von 76 km, 121 km und 164 km zum Urstromtal. Hierbei kann von 9:00 bis 9:30 Uhr gestartet werden.

Startort ist an beiden Tagen das Haus des Sports (Sportmuseum), Eisenacher Straße 121, 12685 Berlin, unmittelbar am Haupteingang der Gärten der Welt. Ab 8:00 Uhr werden Anmeldungen entgegengenommen. Außerdem wird ein reichhaltiges Frühstücksbüffet angeboten. Weitere Informationen sind auf der Webseite des BRC Semper veröffentlicht:

http://brcsemper1925.de/rtfctf/rtf-oderbruch-urstromtal/

Alain Desbrosses

- Der Junior glänzt bei den Welt- und Europameisterschaften auf der Bahn –

Es ist schon bemerkenswert: da fährt ein junger Mann bei den Welt- bzw. Europatitelkämpfen in Aigle/Schweiz in die Medaillenränge und von der sogenannten Sportmetropole Berlin nimmt kaum einer Notiz davon. Der Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) macht trotz nicht vorhandener Lobby bei den einschlägigen Kreisen und vielen internen Problemen dennoch immer wieder durch herausragende Leistungen seiner Sportler auf sich aufmerksam, dabei sich stützend auf die gute Arbeit in den Vereinen, wie z.B. beim RSV Werner Otto, dem SC Berlin oder dem Marzahner RC 94, wo hervorragende Trainer den Grundstein für spätere Topleistungen legen.

Hinzu kommt das einzigartige Engagement der Eltern, die ihre gesamte Freizeit für den Leistungssport ihrer Kinder opfern und ohne deren finanzielle Unterstützung das alles nicht möglich wäre. So ist es auch bei Calvin Dik vom RSV Werner Otto, dessen Eltern mit großem Einsatz dabei sind und dabei die Unterstützung bzw. die Wertschätzung von Erfolgen seitens des BRV aber auch des Landessportbundes eher vermissen. Bei anderen Landesverbänden und auch Nationen läuft es besser, da werden Topleistungen bei Welt- und Europameisterschaften entsprechend honoriert und gewürdigt. Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es immer wieder dazu kommt, dass Sportler aus Berlin den Landesverband wechseln.

Für Berlins Aushängeschild auf der Bahn Calvin Dik war der August ein ereignisreicher und auch kräftezehrender Monat mit zwei internationalen Meisterschaften innerhalb von zehn Tagen. Zunächst stand die Bahn-Weltmeisterschaft des Nachwuchses vom 15. bis 19. August an, wo er im Punktefahren und im Madison gemeinsam mit Nils Weispfennig vom RSV Edelweiß Oberhausen am Start war. Im Punktefahren ließ sich Calvin Dik im zweiten Vorlauf den Sieg nicht nehmen und distanzierte dabei den starken Australier Lucas Plapp, die beide zu den vier Fahrern gehörten, die einen Rundengewinn erzielten. Die Regenerationszeit für Calvin Dik zum späteren Finale betrug weniger als eine Stunde, was sich im Finale über 120 Runden mit zwölf Wertungsspurts schon bemerkbar machte. Hier hatte dann aber der Australier das bessere Ende mit drei (!) Rundengewinnen für sich, während Calvin Dik nur einen herausfuhr und mit Rang fünf vorliebnehmen musste. Unter 20 Startern konnte er dennoch mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden sein.

Im Madison belegten Calvin Dik/Nils Weispfennig im zweiten Vorlauf den vierten Platz, mit dem sie locker das Finale erreichten. Auf diesem undankbaren vierten Platz landeten sie auch im Finale über 140 Runden, das von 13 gestarteten Mannschaften nur acht beendeten und von den Australiern Blake Quick/Lucas Plapp gewonnen wurde. Sie fuhren aber ein starkes Rennen und lagen vor der Schlusswertung nur einen Punkt vom dritten Platz entfernt, den sie durch Behinderung und dem folgenden Ausweichmanöver nicht mehr realisieren konnten.

Nur zwei Tage später fand am gleichen Ort die Europameisterschaft statt, etwas unüblich vom Zeitverlauf und vom Austragungsort her, aber es hatte seinen Grund. Anders als in den Jahren zuvor, wo die europäischen Titelkämpfe im Juli des Jahres stattfanden, sollten sie in diesem Jahr vom 21. bis 26. August im italienischen Montichiari ausgetragen werden. Durch die Schließung des Velodroms von Montichiari musste die Europameisterschaft kurzfristig abgesagt werden, aber der Europäische Radsportverband (UEC) fand schnell einen neuen Ausrichter und so war erneut Aigle Veranstalter eines großen Radsportevents für den Nachwuchs.

Berlin war wieder durch Calvin Dik vertreten und auch Berlins zweites As im Bahnradsport Elias Richter vom Marzahner RC 94 war diesmal am Start. Letzterer wurde im Punktefahren über 120 Runden als 10. klassiert, während er im Ausscheidungsfahren auf Platz 11 landete. Für Calvin Dik stand zunächst die Mannschaftsverfolgung auf dem Programm und mit einem vierten Platz in der Qualifikation reichte es schließlich zum Lauf um Platz drei, wo er mit Max Gehrmann vom RSC Turbine Erfurt, Jannis Peter vom SSV Gera und Tobias Buck-Gramcko von Tuspo Weende die starken Belgier mit einem neuen deutschen Rekord von 4:07,401 Minuten auf den vierten Platz verwies und somit die Bronzemedaille hinter Polen und Italien gewann.

Der Berliner wurde darüber hinaus noch im Omnium und Madison eingesetzt und dabei erreichte er weitere, ganz ausgezeichnete Ergebnisse. Zunächst gab es im Omnium eine tolle Silbermedaille mit 129 Punkten nur knapp hinter dem Belgier Fabio van den Bossche, der 132 Punkte erzielte. „Ich habe im Scratchrennen mit dem 12. Platz den Titel verloren, hatte dort nicht ins Rennen gefunden und falsch gekettet“, sagte Calvin Dik, der sich dennoch über den Silberrang freuen durfte. Die Temporunden hatte er sogar mit zwei Rundengewinnen siegreich gestaltet und auch der fünfte Platz im Ausscheidungsfahren ließ dennoch alle Chancen für das abschließende Punktefahren offen. Auch dort konnte er einen Rundengewinn vollziehen und sich die 10 Punkte für den Schlussspurt sichern, womit er den Italiener Tommaso Nencini noch auf Platz drei verwies.

Im abschließenden Madison mit seinem kongenialen Partner Nils Weispfennig gab es eine weitere Silbermedaille hinter den siegreichen Belgiern Nicolas Wernimont/Fabio van den Bossche, die trotz des finalen Spurtsiegs der Deutschen nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen waren. In dem von 12 Mannschaften bestrittenen Finale war kein einziger Rundengewinn zu verzeichnen und letztlich beendeten auch nur acht Teams das Rennen. Am Ende waren es neun Punkte, die die Belgier Vorsprung hatten, während die Polen Damian Papierski/Filip Prokopyszyn auf Rang drei ebenfalls neun Punkte weniger als die Deutschen auf dem Konto hatten. Das Rennen begann für Calvin Dik/Nils Weispfennig vielversprechend, aber durch den Sturz eines Spaniers kamen sie etwas aus dem Rhythmus und ließen ein paar Punkte in den Wertungen liegen.

Alles in allem gaben Elias Richter und insbesondere Calvin Dik eine gute Figur ab und bewiesen einmal mehr, dass in Berlin hervorragende Talente vorhanden sind, die sogar international bestehen können. Es ist immer von der Sportmetropole Berlin die Rede, aber in dieser wird der Radsport –eine Sportart, die international wie kaum eine andere ständig große Erfolge erzielt- einfach nur stiefmütterlich behandelt. Man muss sich nur einen weiteren jungen Mann wie Maurice Ballerstedt vom SC Berlin als Beispiel nehmen, der auf der Straße bei den Junioren zum Kader des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zählt und in der Gesamtwertung der Rad-Bundesliga derzeit einen ausgezeichneten zweiten Platz einnimmt. 

Fahrradinitiative hin oder her: auch der Radsport hat ein Recht auf mehr Beachtung und sollte bei den vielen Events dieser Stadt nicht immer auf dem letzten Platz stehen. Die Deutschland Tour hat gerade zuletzt wieder eindeutig bewiesen, dass das Interesse für leistungsmäßigen Radsport durchaus vorhanden ist.

Bernd Mülle       

Liebe Sportler, Trainer, Betreuer und Eltern

Im Rahmen des Bahnpokals, am 05.09.2018 um 17 Uhr, findet die Ehrung aller Sportler für die Sichtungswettbewerbe Bahn und Straße des Jahres 2017 statt.

Für alle geehrten Sportler gibt es ein kostenloses Catering.

Wir würden uns über zahlreiches Erscheinen freuen.

 

Sportlerehrung 2017

Bahnsichtung

Straßensichtung

Platz

Name

Verein

Platz

Name

Verein

U 13 m

U 11 m

1

Holst, Toni

SC Berlin

1

Erik Arns

RV Lichterfelde

2

Selbmann, Philipp

Marzahner RC'94

2

Finn Marten Wagner

RV Lichterfelde

3

Dörnbrack, Benjamin

SC Berlin

3

Joris Glaser

NRVg. Luisenstadt

4

Mohrin, Louis Adem

RSV Blankenfelde

4

Anton Arndt

MRC

5

Kühne-Fernandez, Benjamin

SC Berlin

5

Monty Walder

SC Berlin

6

Reich, Tim

SC Berlin

6

Joshua Kaufmann

SC Berlin

7

Rockstroh, Hugo

SC Berlin

8

Glaser, Joris

NRVg. Luisenstadt

U 13 m

9

Weinreich, Nico

NRVg. Luisenstadt

1

Benjamin Dörnback

SC Berlin

10

Engelhardt, Luis

Radteam Cöpenick

2

Philipp Selbmann

MRC

11

Baum, Simon

NRVg. Luisenstadt

3

Hugo Rockstroh

SC Berlin

4

Toni Holst

SC Berlin

U 13 w

5

Tim Reich

SC Berlin

1

Marz, Lili

BRC Semper

6

Luis Engelhardt

Radteam Cöpenick

2

Stiller, Vivian

SC Berlin

7

Benjamin Kühne-F.

SC Berlin

3

Philipp, Larissa

BSV AdW Berlin

8

Max Geppert

RV Lichterfelde

3

Zacke, Josephine

Marzahner RC'94

9

Onno Kirste

BSV AdW

10

Neo Weinrich

NRVg. Luisenstadt

U 15 m

11

Luca Joreck

RV Lichterfelde

1

Quabs, Paul

Marzahner RC'94

12

Arne Kosler

BSV AdW

2

Leonhardt, Erik

SC Berlin

13

Anton Kulik

TSC BERLIN

3

Fleischmann, Felix

Marzahner RC'94

14

Conrad Schüler

BSV AdW

4

Ruhe, Robin

Marzahner RC'94

15

Tom Kähren

TSC BERLIN

5

Essinger, Bruno

SC Berlin

16

Czywlik Bruno

NRVg. Luisenstadt

6

Rohde, Enno Paul

SC Berlin

17

Simon Baum

NRVg. Luisenstadt

7

Strube, Pepe

SC Berlin

8

Sage, Henning

Marzahner RC'94

U13 w

9

Arndt, Paul

Marzahner RC'94

1

Janike – Maira Lode

SC Berlin

10

Karasch, Matheo

BRC Semper

2

Larissa Philipp

BSV AdW

11

Schulz, Tim

SC Berlin

3

Vivian Stiller

SC Berlin

12

Pohl, Robby

Marzahner RC'94

13

Revenco, Nicolai

NRVg. Luisenstadt

U 15 m

14

Rockstroh, Hugo

SC Berlin

1

Henning Sage

MRC`94

15

Körberlein, Paul

Berliner TSC

2

Robin Ruhe

MRC`94

15

Hoffmann, Elias Robert

BSV AdW Berlin

3

Erik Leonhardt

SC Berlin

16

Mating, Sean

NRVg. Luisenstadt

4

Enno Paul Rohde

SC Berlin

5

Bruno Essinger

SC Berlin

U 15 w

6

Schulz Tim

SC Berlin

1

Körnig, Josephine

SC Berlin

7

Paul Quabs

MRC`94

2

Lotter, Laura

SC Berlin

8

Robby Pohl

MRC`94

3

Leonhardt, Paula

SC Berlin

9

Felix Fleischmann

MRC`94

4

Jährig, Fabienne

SC Berlin

10

Paul Arndt

MRC`94

5

Fröschl, Laura Marie

Marzahner RC'94

11

Pepe Strube

SC Berlin

6

Herfort, Miriam

SC Berlin

12

Mateo Karasch

BRC Semper

7

Lode, Janike Maira

SC Berlin

13

Paul Köberlein

Berliner TSC

8

Weinreich, Helena

NRVg. Luisenstadt

14

Erik Novotni

Berliner TSC

9

Hainzl, Sandra

SC Berlin

15

Sean Mating

Nrvg. Luisenstadt

10

Jährig, Elena

SC Berlin

16

Nicolai Revenco

Nrvg. Luisenstadt

17

Janis Kullmann

SC Berlin

18

Tim Bräuer

BSV AdW

19

Elias Robert Hoffmann

BSV AdW

U 15 w

1

Elena Jährig

SC Berlin

2

Fabienne Jährig

SC Berlin

3

Josephine Zacke

MRC`94

4

Helena Weinrich

Nrvg. Luisenstadt

5

Nele Bache

MRC

Die Ergebnisse haben wir vom vorherigen Jugendvorstand übernommen. Sollten die Ergebnisse fehlerhaft sein, bitten wir um Nachsicht.

Kommissarischer Jugendvorstand des BRV

Kommissarischer Jugendleiter Marco Beier

Der Nachwuchs auf den Spuren von John Degenkolb und Maximilian Schachmann

Diese für die Klassen U 13 und U 15 vorgesehene, in Europa nahezu einmalige Rundfahrt hat auch in diesem Jahr wieder für ein ansehnliches Starterfeld mit Fahrern aus Belgien, Slowenien, Finnland, Österreich, Lettland, Niederlande, Großbritannien, Luxemburg und aus fast allen deutschen Landesverbänden gesorgt. Bei der jetzt 26. Internationalen kids-tour gab es auch eine Neuerung mit dem erstmals separat ausgetragenen Rennen für die Schülerinnen U 15, die 12 Mannschaften mit insgesamt 43 Fahrerinnen am Start hatten. Von Beginn an dominierend die schon im letzten Jahr positiv aufgefallene Tilla Geisler von den Brandenburg Girls 1, die gleich im Einzelzeitfahren über 10 km in 15:09,82 Minuten vor Franzi Arendt vom RSC Turbine Erfurt in 15:24,29 Minuten gewann, wobei die Belgierin Xaydee van Sinaey vom Cannibal Team auf den dritten Platz verwiesen wurde. Für die Schülerinnen des Landesverbandes Berlin Maria Ly Thus, Josephine Zacke und Lilli Marz, leider nur zu dritt angetreten, blieben nur hintere Ränge übrig, aber hier ging es allein um den Lernprozess für die jungen Damen, der den späteren Weg erst bestimmen wird. In der Mannschaftswertung lag nach dem Einzelzeitfahren das niederländische Team Cycliste St. Luc in Führung vor dem RSC Turbine Erfurt und dem Team BMC Mittelfranken.

In der Altersklasse der Schüler U 13 gab es einen dreifachen deutschen Erfolg durch Louis Gentzik vom Landesverband Hessen, der für die 10 km eine Zeit von 15:56,88 Minuten benötigte und dabei Paul Fietzke vom Landesverband Brandenburg 1 um 15 Sekunden und Eric Meinberg vom Landesverband Thüringen um 27 Sekunden distanzierte. Einen hervorragenden 11. Platz belegte Toni Holst vom Landesverband Berlin-AOK, der 55 Sekunden Rückstand aufwies und unter 92 Platzierten mit seinem Ergebnis mehr als zufrieden sein konnte. Mit seinen Teamkameraden Benjamin Kühne-Fernández, Luis Engelhardt und Max Geppert erreichte er ebenfalls den 11. Platz in der Mannschaftswertung unter den 23 Teams, von denen sich der Landesverband Brandenburg 1 vor dem Landesverband Sachsen 1 und dem Landesverband Thüringen durchsetzte. Bestes Mädchen war Antonia Betzinger vom Team BMC Mittelfranken und bester Sportler des jüngeren Jahrgangs war Silas Bossong vom Landesverband Rheinland-Pfalz.

Das größte Starterfeld stellten die Schüler U 15 mit 112 Fahrern verteilt auf 28 Teams und erstmals seit Jahren zeigten sich die Lokalmatadoren vom Landesverband Berlin-AOK in hervorragender Form. Hinter dem Briten Jamie Whitcher vom Cannibal Team, der die 10 km in 14:19,45 Minuten zurücklegte, belegte der Luxemburger Mathieu Kockelmann vom Team Differdange Kids mit acht Sekunden Rückstand Platz zwei vor dem sensationell starken Berliner Erik Leonhardt, der nur zehn Sekunden preisgeben musste. Auch die Leistungen von Friedrich von Korff, mit 14 Sekunden Rückstand auf Platz 6, Paul Quabs als 20. und Felix Fleischmann auf Platz 27 konnten sich durchaus sehen lassen. Das bedeutete in der Mannschaftswertung einen hervorragenden zweiten Platz hinter dem Cannibal Team und noch vor dem Landesverband Thüringen. Die zweite Berliner Mannschaft mit Yannik Schaffrath, Oskar Leben, Enno Paul Rohde und Hugo Rockstroh schlug sich mit Platz 20 auch noch recht achtbar. Ein richtiges Achtungszeichen aber hatte der erst im ersten Jahr aktive Friedrich von Korff gesetzt, der in der Wertung des jüngeren Jahrgangs zunächst einmal die Führung übernahm.

Der zweite Tag begann im Gewerbegebiet Willmersdorf mit den Mannschaftszeitfahren über jeweils 10,4 km, das bei den Schülern U 13 vom LV Sachsen 1 in 15:52,57 Minuten mit 13 Sekunden vor dem LV Brandenburg 1 und dem LV Thüringen gewonnen wurde, der 22 Sekunden verlor. Großartig war hier die Leistung des LV Berlin-AOK auf Platz 4 mit 35 Sekunden Rückstand, dessen U 15 Mannschaft ebenfalls Platz 4 mit sogar nur 27 Sekunden Rückstand belegte und erneut mit geschlossener Mannschaftsleistung überzeugen konnte. Hier siegte Thüringen in 13:56,99 Minuten vor dem Cannibal Team und Brandenburg 1, die sieben bzw. zehn Sekunden zurücklagen, während für Berlins zweites Team der 20. Platz registriert wurde. Im Rennen der Schülerinnen war das Team vom RSC Turbine Erfurt in 15:35,25 Minuten nur eine Sekunde vor dem niederländischen Team Cycliste St. Luc und dem Cannibal Team, das 19 Sekunden zurücklag, erfolgreich.

Am Nachmittag des gleichen Tages und auf gleicher Strecke standen für alle Altersklassen die Straßenrennen „Rund um Willmersdorf“ auf dem Programm, die allesamt heiß umkämpft waren und leider auch durch Stürze beeinflußt wurden. Im Massenspurt der Schüler U 13 feierte das Cannibal Team nach gefahrenen 20,8 km durch den Belgier Nicolas Aernouts einen umjubelten Sieg, als er Florian Markert vom Team LV Sachsen 1 und den Slowenen Jakob Omrzel vom Team Adria-Mobil auf die weiteren Podiumsplätze verwies. Erneut schlugen sich die Berliner mit Platz 13 für Luis Engelhardt und Platz 14 für Toni Holst ausgezeichnet, so dass sie auch in der Gesamtmannschaftswertung einen sehr guten 6. Platz hinter dem führenden Team Brandenburg 1 belegten und auch in der Gesamteinzelwertung vor dem Finaltag mit Toni Holst auf Platz 11 ausgezeichnet platziert sind. Hier führt nun Paul Fietzke vom LV Brandenburg 1 vor Antonio Hoeßer vom LV Sachsen 1 und Louis Gentzik vom LV Hessen, wobei der Vorsprung von vier bzw. acht Sekunden ein spannendes Finale verspricht.

Auch das 41,6 km lange Rennen der Schüler U 15 endete in einem Massenspurt von 65 Fahrern, in dem sich Lucas Küfner vom LV Thüringen durchsetzte und den Niederländer Jasper Huitema vom Cannibal Team sowie Nicolas Zippan vom LV Brandenburg 1 hinter sich ließ. Zeitgleich kamen auch die Fahrer des LV Berlin-AOK ins Ziel, aber für den bestplatzierten Paul Quabs blieb lediglich Platz 34 übrig. Bester Berliner in der Gesamtwertung hinter dem führenden Jamie Whitcher vom Cannibal Team ist Erik Leonhardt auf Platz 8, der mit seinen Teamkameraden vor dem Finaltag einen ausgezeichneten 3. Rang in der Gesamtmannschaftswertung hinter dem Cannibal Team und dem LV Thüringen einnahm. Hinzu kommt die tolle Leistung von Friedrich von Korff, der die Führung bei den Fahrern des jüngeren Jahrgangs behauptete.

Ein Lob gilt dem Vorsitzenden der Jury Klaus Tast aus Langenhagen: das ursprünglich auch über 41,6 km vorgesehene Rennen der Schülerinnen U 15 wurde um eine Runde sinnvoller Weise verkürzt, die damit nur 31,2 km zurückzulegen hatten. Das entsprach eher dem Leistungsvermögen der jungen Athletinnen und so war diese spontane, unbürokratische Handlung des Jury-Vorsitzenden nachvollziehbar. Leider trug diese gute Entscheidung nicht zur Belebung des Rennens bei, das ohne große Aktivitäten eher langweilig verlief. Da könnten sich die Schülerinnen ins eigene Fleisch geschnitten haben, denn so wird sich der Veranstalter überlegen, ob er in Zukunft erneut ein separates Mädchenrennen veranstaltet. Unabhängig davon setzte das Team Cycliste St. Luc dem Rennen am Ende die Krone auf, das im Massenspurt mit einem selten gesehenen Dreifachtriumph durch Nienke Veenhoven vor Anna van der Meiden und Britt de Grave glänzte. Überraschend und deshalb durchaus erwähnenswert war hier der 22. Platz der Berlinerin Lilli Marz, die zeitgleich ins Ziel kam. Vor dem Schlusstag führt Franzi Arendt vom RSC Turbine Erfurt mit vier Sekunden Vorsprung vor Tilla Geisler von den Brandenburg Girls 1 die Gesamtwertung an mit den drei Niederländerinnen Nienke Veenhoven, Anna van der Meiden und Britt de Grave im Nacken, die den 1. Platz in der Gesamtteamwertung vor dem RSC Turbine Erfurt und dem Team BMC Mittelfranken innehaben.

Vor dem großen Finale der 26. Internationalen kids-tour Berlin gab es für alle Teilnehmer-/innen die seit Jahren übliche Mannschaftsvorstellung mit der Übergabe der immer wieder beliebten Erinnerungsmedaillen. Den Anfang machten die Schüler U 13, die anschließend im Rennen über 23,4 km wieder im Massenspurt von 39 Fahrern den Sieger ermittelten, der wie am Vortag Nicolas Aernouts aus dem Cannibal Team hieß und gegen den Colin Rudolph vom LV Sachsen 1 sowie Paul Fietzke vom LV Brandenburg 1 keine Chance hatten. In diesem Rennen erreichte das Feld überwiegend in zwei geschlossenen Gruppen das Ziel, wobei die zweite etwa 1:45 Minuten zurücklag. Erneut fuhr das Berliner Talent Toni Holst auf einen ausgezeichneten 9. Platz, der mit dem 10. Platz in der Gesamteinzelwertung ein weiteres gutes Ergebnis erzielte und mit seinen Teamkameraden Luis Engelhardt, Benjamin Kühne-Fernández und Max Geppert auf Platz fünf der Gesamtteamwertung landete. Darüber hinaus ist der zweite Platz von Toni Holst in der Gesamtsprintwertung zu erwähnen, die von Colin Rudolph souverän gewonnen wurde. Gesamtsieger wurde schließlich Paul Fietzke mit 15 Sekunden Vorsprung vor Antonio Hoeßer vom LV Sachsen 1 und Louis Gentzik vom LV Hessen, der nur eine weitere Sekunde Rückstand hatte. Bestes Mädchen dieser Altersklasse war Sandrine Weber vom LV Mecklenburg-Vorpommern und bester Sportler des jüngeren Jahrgangs war Zeno Levi Winter vom LV Sachsen 1.

Nach Übergabe der Erinnerungsmedaillen sorgten die Schüler U 15 für einen spannenden Rennverlauf über 15 Runden zu je 2,93 km und bei einem Schnitt von rund 40,5 km/h siegte am Ende mit Natan Gregorcic ein Slowene vom Team Adria Mobil 1, der mit einigen Längen Vorsprung die Ziellinie überquerte. Der Österreicher Luca Oberlechner sprintete auf Platz zwei vor Luca Kasnya vom LV Sachsen, während als bester Berliner Erik Leonhardt im Massenspurt Platz 14 belegte. Es war ein hektisches Rennen, in dem mit dem Luxemburger Mathieu Kockelmann und dem Slowenen Gregor Podlesnik zwei Fahrer wegen unsportlichem Verhalten disqualifiziert werden mussten. Darüber hinaus beendeten nicht weniger als 23 Fahrer das Rennen überwiegend aufgrund zu großen Rückstandes nicht. In der Gesamtwertung triumphierte der Brite Jamie Whitcher vom Cannibal Team vor dem Sieger der Sprintwertung Morice Ostermann vom LV Thüringen und Nicolas Zippan vom LV Brandenburg 1, während auf Berliner Seite der 9. Platz von Erik Leonhardt und der 11. Platz von Friedrich von Korff mehr als überzeugen konnten.

„Die ersten zwei Etappen liefen gut bei mir, dann bin ich auf der 3. Etappe weggerutscht und gestürzt, so dass ich heute Anschlag gefahren bin, um dranzubleiben“, sagte der junge Friedrich von Korff, der eine sensationelle Leistung mit dem Gewinn der Wertung für den besten Sportler des jüngeren Jahrgangs bot. Er vergaß dabei nicht seine Teamkameraden zu erwähnen, die sich für ihn toll eingesetzt hatten und mit denen er noch in der Gesamtteamwertung einen hervorragenden 3. Platz hinter den Siegern vom Cannibal Team und den Zweitplatzierten vom LV Thüringen belegte.

Für die Schülerinnen U 15 ging es am Schlusstag um Wiedergutmachung für die gestrige, verbummelte Etappe und so waren die mahnenden Worte des Sprechers Wolfgang Schmidt vor dem Start bei den jungen Damen offensichtlich angekommen, denn das über 35 km laufende Rennen war alles andere als langweilig. Die jungen Damen steigerten die Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,7 des gestrigen Tages auf immerhin 36,8 km/h und dabei gab es etwa zur Hälfte der Distanz den alles entscheidenden Ausreißversuch der zum Favoritenkreis zählenden Tilla Geisler von den Brandenburg Girls 1, die mit tollem Alleingang einen Vorsprung von 1:25 Minuten auf das Hauptfeld herausfuhr, aus dem Clara Schneider

von den Brandenburg Girls 2 auf den zweiten Platz vor Franzi Arendt vom RSC Turbine Erfurt sprintete. „Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, aber nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich noch den Gesamtsieg schaffe“, gab Tilla Geisler unmittelbar nach dem Rennen zu Protokoll und freute sich nach ihrem diesjährigen Deutschen Meistertitel auf der Straße über einen weiteren Erfolg in dieser Saison, in der sie bereits schon 16 Siege eingefahren hatte.

Am Ende hatte sie in der Gesamteinzelwertung die Nase vorn und distanzierte dabei ihre schärfste Rivalin Franzi Arendt um 1:25 Minuten, während die Drittplatzierte Nienke Veenhoven vom Team Cycliste St. Luc 1:45 Minuten zurücklag. Deren Team, das sehr ausgeglichen besetzt war, gewann relativ klar die Gesamtteamwertung vor dem RSC Turbine Erfurt und dem Team BMC Mittelfranken.

Der rührige Veranstaltungsleiter Michael Lemke hatte wie seit Jahren für eine überwiegend gelungene Veranstaltung gesorgt, die insbesondere bei den auswärtigen Gästen immer wieder gut ankommt. Dennoch gab es einige Dinge zu konstatieren, die geändert bzw. verbessert werden könnten. So war gerade am letzten Tag die Zeitspanne zwischen den Rennen teilweise zu groß und führte zu unnötigem Leerlauf, zumal zu bedenken ist, dass alle Teilnehmer am Schlusstag die zum Teil sehr lange Heimreise noch zu bewältigen haben. Vom Ablauf her bietet es sich auch an, dass das Rennen der Schülerinnen nicht zum Schluß ausgetragen werden sollte, sondern eher vor dem eigentlichen Hauptrennen der Schüler stattfindet. So fuhren die Mädchen in ihrem Finale vor nur noch wenigen Zuschauern, die ein diesmal sehr zügiges Rennen mit einem beherzten Alleingang der Siegerin verpassten.

Auch in diesem Jahr gab es am letzten Tag wieder ein kids-Jedermannrennen und das allseits beliebte und faszinierende Laufradrennen der Kleinsten, das einmal mehr einen Höhepunkt darstellte. Aller Anfang ist schwer und das haben auch die Jüngsten schon feststellen können, aber sie alle waren mit großer Begeisterung bei der Sache und vielleicht haben sie an diesem Tag den Grundstein für eine spätere Karriere gelegt.

Bernd Mülle

  

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