- Die Berlinerin überzeugt auch als Etappensiegerin –

 

Einen tollen Erfolg landete die in Berlin lebende Charlotte Becker bei der Tour of Zhoushan Island in China, die vom 10. bis 12. Mai 2017 in drei Etappen über insgesamt 254,4 km ausgetragen wurde. Mit ihrem Team Hitec Products dominierte sie diese Rundfahrt der Kategorie 2.2 und dabei entschieden sie alle drei Etappen für sich. Insgesamt 15 Teams mit 83 Fahrerinnen nahmen diese Rundfahrt in Angriff, darunter neben den WorldTour-Teams Astana, BePink-Cogeas, BTC City Ljubljana, China Chongming-Liv Pro Cycling, Minsk Cycling Club, Servetto-Giusta und Team Veloconcept auch Nationalmannschaften u.a. aus Russland und Kasachstan.

Während die Norwegerin Emilie Moberg von Hitec Products die erste und dritte Etappe jeweils im Massenspurt gewann, siegte Charlotte Becker auf der zweiten Etappe, als sie mit der Russin Anastasiia Iakovenko einen Vorsprung von 48 Sekunden auf das Hauptfeld herausgefahren hatte, was letztlich zum Gesamtsieg reichen sollte. Die Berlinerin hatte diese Rundfahrt schon einmal im Jahre 2014 gewonnen und darüber hinaus 2015 einen guten dritten Platz belegt, ein Rennen, das ihr offensichtlich zu liegen scheint.

Die erste Etappe führte über 85,35 km und hier war Emilie Moberg die Schnellste, als sie die Italienerin Ilaria Sanguineti von BePink-Cogeas und die Kroatin Mia Radotic von BTC City Ljubljana auf die Plätze verwies. Beste von den drei deutschen Teilnehmerinnen war Daniela Gass von Servetto-Giusta auf Platz 10 vor Charlotte Becker als 12. und Corinna Lechner von BTC City Ljubljana auf Rang 36, die alle zeitgleich ins Ziel kamen. Am zweiten Tag waren dann 83,7 km zurückzulegen und hier startete Charlotte Becker ihren Angriff auf den Gesamtsieg, als sie zusammen mit der Russin Anastasiia Iakovenko einen Ausreißversuch unternahm, der ihnen einen Vorsprung von 48 Sekunden auf eine größere Verfolgergruppe einbrachte. In dem von der Serbin Jelena Eric von BTC City Ljubljana gewonnenen Spurt um Platz drei, belegte in dieser Gruppe Corinna Lechner einen guten 14. Platz, während Daniela Gass hier über 22 Minuten einbüßte und als 58. das Ziel erreichte. Nach bereits fünf Aufgaben auf der 1. Etappe, mussten am zweiten Tag weitere 10 Fahrerinnen die Segel streichen.

Am Schlusstag ging es noch einmal über 85,35 km rund um Zhoushan und erneut war Emilie Moberg im Massenspurt, den sie vor ihrer italienischen Teamkameradin Simona Frapporti und der Dänin Christina Siggaard vom Team Veloconcept gewann, nicht zu schlagen. Zeitgleich kam Charlotte Becker als 19. ins Ziel und damit war ihr der Rundfahrtsieg nicht mehr zu nehmen. Mit fünf Sekunden distanzierte sie Anastasiia Iakovenko auf Platz zwei, wobei der dritte Platz mit 36 Sekunden Rückstand an Emilie Moberg ging. Für das Team Hitec Products war diese Rundfahrt ein voller Erfolg, zumal auch Simona Frapporti mit dem 4. Platz in der Gesamtwertung überzeugen konnte.

Ein schöner Erfolg für Charlotte Becker, die nach wie vor auf Bahn und Straße zur deutschen Spitzenklasse zählt und auch international immer wieder deutliche Akzente setzt. Auf sie war und ist stets Verlaß und so freuen wir uns auf die kommenden Bahn-Europameisterschaften im Berliner Velodrom, wo sie vielleicht im Oktober dieses Jahres vor ihrer Haustür noch einmal glänzen kann.

Bernd Mülle

Foto Quelle : Radnet / Hitec Products 

 

 

- Berlins Meisterschaften im Zeitfahren und Straßenrennen finden im Umland statt –

Es ist schon bemerkenswert, dass Berlins Radsportler zur Ermittlung ihrer Meister erneut ins Umland fahren mussten, da es im so „fahrradfreundlichen“ Berlin seit Jahren nicht oder nur schwer möglich ist, auf geeigneten Strecken in der Hauptstadt überhaupt ein Radrennen zu veranstalten. Es scheitert u.a. immer wieder an Auflagen seitens der Behörden, die von den Veranstaltern nicht zu erfüllen sind. Aber Berlin schimpft sich „Sportstadt“, was bezogen auf den Radsport nahezu einer Farce gleichkommt. Der Ausfall der langjährigen Tour de Berlin in diesem Jahr ist dafür ein weiteres Beispiel, das von den Radsportfans nicht akzeptiert werden kann. Gibt es im Senat und bei den Polizeibehörden wirklich niemanden, der dem Berliner Radsportverband mit seinen Vereinen hier hätte hilfreich zur Seite stehen können? Eine der wichtigsten Rundfahrten im internationalen Radsportkalender der Nachwuchsklasse U 23, die schon viele zukünftige Weltklasseathleten hervorgebracht hat (siehe zuletzt erst den Berliner Maximilian Schachmann!), verschwindet sang- und klanglos aus dem Veranstaltungskalender und niemanden stört so etwas?!

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so springen dann andere in die Bresche, die es dem Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) dankenswerter Weise ermöglichen, seine Meisterschaften doch noch auszutragen. So zum Beispiel Oranienburg mit seiner Zeitfahrstrecke in Lehnitz, wo am vergangenen Wochenende zum wiederholten Mal die Berliner Meisterschaft im Einzelzeitfahren ausgetragen wurde. Oder der Landkreis Spree-Neiße, der in Heinersbrück dem BRV mit der Ausrichtung der Straßenmeisterschaft zur Verfügung stand. Hier ein ausdrückliches Dankeschön an den PSV Forst als Ausrichter der Straßenrennen, auch wenn der Weg dorthin mit 140 Kilometern grenzwertig erscheint. Hier muss aber auch erwähnt werden, das beide Landesverbände, Brandenburg wie auch Berlin eng an einer Lösung gearbeitet haben, um dies in der Kürze der Zeit zu realisieren.

Beide Meisterschaften brachten etliche Doppelsieger hervor, so zum Beispiel bei den Junioren Calvin Dik vom RSV Werner Otto, der für die 16,4 km Zeitfahrstrecke ganz hervorragende 21:11,24 Minuten benötigte und wie Elias Richter vom Marzahner RC 94 mit 21:37,59 bzw. Fabian Dreier vom SC Berlin mit 21:53,26 Minuten unter der 22 Minuten-Marke blieb. Im Straßenrennen über 96,6 km behauptete er sich nach 2:12:29 Stunden gegen Lennart Jung von der Schöneberger RV Iduna und Elias Richter und errang seinen zweiten Titel. Zu den Doppelsiegern zählten auch Erik Arns vom RV Lichterfelde-Steglitz bei den Schülern U 11, Janike Maira Lode vom SC Berlin bei den Schülerinnen U 13 sowie ihre Vereinskameradin Fabienne Jährig bei den Schülerinnen U 15.

Den Titel des Berliner Meisters im Einzelzeitfahren errangen bei den Schülern U 13 Toni Holst vom SC Berlin, sein Vereinskamerad Tim Schulz bei den Schülern U 15, während bei der weiblichen Jugend der SC Berlin mit Paula Leonhardt als neue Titelträgerin, Laura Lotter, Josephine Körnig und Sandra Hainzl keine weitere Konkurrenz zu befürchten hatte. Überlegener Sieger der männlichen Jugend wurde mit Maurice Ballerstedt ein weiteres Mitglied des SC Berlin, der die 14 km in 19:03,05 Minuten absolvierte und Albert Gathemann vom Berliner TSC mit 19:44,75 Minuten sowie Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick mit 19:53,87 Minuten auf die weiteren Podiumsplätze verwies. Im Duell der besten Juniorinnen setzte sich Luise Ollick vom SC Berlin gegen Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt durch, die beim Straßenrennen dann den Spieß umdrehen konnte. Bei den Frauen dominierte Cornelia Brückner von Velox Berlin, während die Titel bei den Senioren 2-4 an Michael Kopf von den Zehlendorfer Eichhörnchen, Falko Schenk vom RSV Werner Otto und Michael Frisch vom BSV AdW Berlin gingen. Bei der Elite errang Enrico Heinowsky vom Marzahner RC 94 nach 2013, 2014 und 2016 bereits seinen vierten Berliner Meistertitel im Einzelzeitfahren.

Im Straßenrennen am vergangenen Sonntag war der SC Berlin im Nachwuchsbereich durch Tim Reich bei den Schülern U 13 und Laura Lotter bei der weiblichen Jugend erfolgreich, während Robin Ruhe und Henning Sage im Straßenrennen der Schüler U 15 über 36,8 km für den Marzahner RC 94 einen Doppelsieg einfuhren und Patrick Dietze bei der männlichen Jugend nach 69 km Justin Winzer vom RC Charlottenburg und Maurice Ballerstedt hinter sich ließ. Das große Talent Lina Rausch vom BRC Zugvogel gewann den Titel bei den Frauen und bei den Senioren 2-4 triumphierten der unverwüstliche Victor Ulzen vom RV Lichterfelde-Steglitz, Mike Herold vom RV Berlin und Werner Otto, der Bahnfachwart des BRV und Namensgeber seines Vereins RSV Werner Otto.

Das Rennen um die Berliner Meisterschaft der Elite über 96,6 km wurde vom Bundesligateam KED-Stevens Radteam Berlin dominiert, das einen fünffachen Erfolg herausfuhr. Den Titel errang Marcel Franz vom Berliner TSC, der seine Vereinskameraden Sebastian Schmiedel und Tobias Magdeburg sowie Nazir Jaser und Yalmaz Habash, beide von der NRVg. Luisenstadt, hinter sich ließ. Erfreulicherweise mit dabei auf Platz 7 und 9 waren mit Tarek Al Moakee von der NRVg. Luisenstadt und Oskar Gebauer vom BSV AdW Berlin auch die zwei Fahrer des KED-Stevens Radteam Berlin, die beim Saisonauftakt in Wannsee so schwer gestürzt waren.

 

Bernd Mülle       

Werte Sportfreunde 

anbei die Ergebisse der LVM Einzelzeitfahren 2017 in Lehnitz und

die Ergebnisse LVM Strasse 2017 in Heinersbrück.

Die Ergebnisse werden als Link angeboten und verlinken auf Dropbox.

Ebenso findet Ihr einen Link zur Bildergalerie des Berliner Radsport Verbandes.

Ein Bericht davon wird schnellstens nachgereicht.

Ergebnisse LVM Einzelzeitfahren:

Ergebnis  U11

Ergebnis  U13 W

Ergebnis  U13 M

Ergebnis U15 W

Ergebnis U15 M

Ergebnis U17 W

Ergebnis U17 M

Ergebnis U19 W

Ergebnis U19 M

Ergebnis Frauen

Ergebnis Senioren 2

Ergebnis Senioren 3

Ergebnis Senioren 4

Ergebnis Elite

Bildergalerie

 

Ergebisse LVM 1er Strasse Heinersbrück

Ergebnis U11

Ergebnis U13 W

Ergebnis U13 M

Ergebnis U15 W

Ergebnis U15 M

Ergebnis U17 W

Ergebnis U17 M

Ergebnis U19 W

Ergebnis U19 M

Ergebnis Frauen

Ergebnis Senioren 2

Ergebnis Senioren 3

Ergebnis Senioren 4

Ergebnis Elite

Bildergalerie

 

 

 

Über den Verband

Kontakt

Folge uns

Anmeldung

Facebook