Fabienne Jährig nach guter Leistung auf undankbarem 4. Platz

Am vergangenen Wochenende fanden in Köln die Deutschen Meisterschaften im Omnium für den Nachwuchs statt. In den vier Altersklassen Schüler U 15, Schülerinnen U 15, Jugend und weibliche Jugend war der Landesverband Berlin nur mit insgesamt sechs Sportlern vertreten, wobei in der Altersklasse Schülerinnen U 15 Berlin gar nicht am Start war. Bei fast tropischen Temperaturen waren die jungen Athleten gefordert, die sich spannende Wettkämpfe lieferten, um ihre neuen Meister zu ermitteln.

19 Starter bei den Schülerinnen benötigten keine Vorläufe und so gewann zunächst Julia Schäfer vom SSV Gera die 100m fliegend in 6,552 Sekunden bevor sie auch das 500m Zeitfahren in 39,27 Sekunden gewann. In der folgenden 2000m Einerverfolgung war dann in 2:48,632 Minuten Cassandra Bloch vom RSC Turbine Erfurt die Schnellste und im abschließenden Ausscheidungsfahren hatte dann Carla Tusint vom Radsport Team Kraichgau

die Nase vorn. Somit ging der Titel an Cassandra Bloch mit 92 Punkten vor Julia Schäfer mit 87 Punkten und Carla Tusint, die am Ende 75 Punkte auf ihrem Konto hatte.

Bei den Schülern waren insgesamt 34 Fahrer am Start, darunter mit Paul Quabs vom Marzahner RC 94 nur ein Berliner, der sich aber letztlich beachtlich schlug. In zwei Vorläufen in Form eines Punktefahrens über 30 Runden wurden die 24 Teilnehmer für den Omnium-Wettbewerb ermittelt und hierbei qualifizierte sich auch Paul Quabs als Achter des zweiten Laufes. Diesen Platz belegte er auch zunächst über 100m fliegend in 6,320 Sekunden, die Corneel Mäder vom RSC Turbine Erfurt in 5,971 Sekunden dominierte. Es schien, als hätte Paul Quabs den 8. Platz abonniert, denn auch im 500m Zeitfahren belegte er diesen Rang in 37,893 Sekunden, das Lucas Küfner vom SSV Gera in 36,471 Sekunden für sich entschied. Die 2000m Einerverfolgung gewann erneut Corneel Mäder, während Paul Quabs mit dem 16.Platz vorliebnehmen musste. Der abschließende 9. Platz im Ausscheidungsfahren, das wiederum Lucas Küfner gewann, bedeutete in der Endabrechnung Platz 11 und stellte durchaus ein achtbares Ergebnis dar. Den Titel sicherte sich Corneel Mäder mit 93 Punkten knapp vor Lucas Küfner, der 90 Punkte auf sein Konto brachte.

Bei der weiblichen Jugend U 17 waren mit den Geschwistern Fabienne und Elena Jährig vom SC Berlin 23 Fahrerinnen am Start und schon im ersten Wettbewerb, dem Scratchrennen über drei Kilometer zeigte sich Fabienne Jährig als Drittplatzierte hinter Hanna Dopjans und Paulina Peiker, beide vom RSV Irschenberg, von ihrer besten Seite. Die 20 Temporunden, die auf den ersten beiden Plätzen das gleiche Bild boten, sah Fabienne Jährig als Siebte immer noch aussichtsreich für die Gesamtwertung im Rennen. Im Ausscheidungsfahren, das Lana Eberle vom RSV Edelweiß Oberhausen für sich entschied, brachte der 6. Platz von Fabienne Jährig vor dem letzten Wettbewerb eine gute Ausgangsposition für das Podium, als sie in der Zwischenwertung einen ausgezeichneten vierten Platz einnahm. Das abschließende Punktefahren über 30 Runden musste nun die Entscheidung bringen und hier konnte sich Fabienne Jährig mit nur 4 Punkten nicht mehr verbessern, so dass die Podiumsplätze an Paulina Peiker mit 122 Punkten vor Hanna Dopjans mit 118 Punkten und Lana Eberle mit 105 Punkten gingen. Der letztlich vierte Platz mit 98 Punkten für Fabienne Jährig war aller Ehren wert und ein tolles Ergebnis, während ihre Schwester Elena mit dem 13. Platz durchaus auch zufrieden sein konnte.

Die männliche Jugend U 17 hatte mit 45 Teilnehmern das größte Starterfeld, so dass auch hier zwei Vorläufe als Punktefahren über 40 Runden nötig waren, um die 24 Kandidaten für das Omnium zu ermitteln. Aus Berlin war der Marzahner RC 94 mit den drei Fahrern Robin Ruhe, Henning Sage und Sascha Telschow dabei, von denen sich nur Henning Sage als guter Zweiter seines Vorlaufes für das Omnium qualifizierte und Robin Ruhe als 18. sowie Sascha Telschow als 21. im anderen Vorlauf ausschieden. Die Wettbewerbe des Omniums wurden mit Vehemenz in Angriff genommen und schon im 5 km Scratchrennen, das Benjamin Boos vom RSV Ellmendingen gewann, musste Henning Sage als 21. erkennen, dass die Trauben hoch hängen. Die 20 Temporunden dominierte dann Tim Torn Teutenberg vom FC Lexxi Speedbike und auch hier blieb für Henning Sage nur der 15. Platz übrig. Als Roman Duckert vom Frankfurter RC 90 das Ausscheidungsfahren gewann, landete Henning Sage auf Platz 16

und lag damit im Zwischenergebnis vor dem abschließenden Punktefahren über 40 Runden auf Rang 19. Im Gesamtergebnis rutschte er zum Abschluss noch auf Platz 20, ein Ergebnis, das unter den Bedingungen noch akzeptabel war. Den Titel holte sich schließlich Tim Torn Teutenberg mit 119 Punkten vor den beiden Ellmendingern Plinius Naldi mit 106 Punkten und Benjamin Boos mit 102 Punkten.

„Eine gut organisierte Meisterschaft bei extremer Hitze forderte einiges von den jungen Athleten, die schnelle, kampfbetonte Rennen lieferten. Dazu zweimal ein Rennabbruch nach Stürzen im Ausscheidungsfahren, der keine Ruhe ins Feld brachte, so sind die Ergebnisse meiner Fahrer als insgesamt akzeptabel zu bezeichnen“, gab Michael Lemke als Verantwortlicher beim Marzahner RC 94 zu Protokoll.

Drei Madisonwettbewerbe rundeten die Omniummeisterschaft noch ab, wobei bei der Jugend Henning Sage und Robin Ruhe ein Team bildeten, das vorzeitig zur Aufgabe gezwungen war, da Henning Sage zwei Wespenstiche, u.a. im Brustbereich, erlitt, die eine Weiterfahrt unmöglich machten.

Bernd Mülle

Berlins Nachwuchs überzeugt in Dudenhofen

Die 132. Deutschen Bahnmeisterschaften in Dudenhofen verliefen für Berlins Nachwuchs mehr als erfolgreich. Die gute Nachwuchsarbeit in den Vereinen des Berliner Radsport Verband e.V. trägt besonders in diesem Jahr Früchte und bringt Erfolge, die man so nicht erwarten konnte. Es begann mit der Bronzemedaille für Josephine Körnig vom SC Berlin im 500 m Zeitfahren der weiblichen Jugend, als sie nur Sophie Deringer aus Dudenhofen und Lara Fabienne Neumann aus Schwerin den Vortritt lassen musste. In der 3000 m Einerverfolgung der Junioren war die zweite Bronzemedaille durch Calvin Dik vom RSV Werner Otto fällig, der in der Qualifikation mit 3:30,053 Minuten Platz drei belegt hatte, um dann im kleinen Finale um Bronze mit 3:26,090 Minuten die absolute Bestzeit zu erzielen und seinen Gegner Hannes Wilksch aus Luckau auf den undankbaren vierten Platz zu verweisen. Im Finallauf um Platz 1 war Jannis Peter aus Gera gegen Milan Henkelmann aus Erfurt erfolgreich, der in der Qualifikation mit 3:28,985 Minuten noch die schnellste Zeit vorgelegt hatte.

Für Berlins Aushängeschild Calvin Dik sollte die Bronzemedaille noch längst nicht alles gewesen sein. Eine zweite bronzene Medaille kam noch in der 4000 m Mannschaftsverfolgung hinzu, wo er mit Jakob Antkowiak vom BSV AdW, Elias Richter vom Marzahner RC 94 und Tobias Buck-Gramcko von Tuspo Weende im Team Landesverband Berlin/Niedersachsen im Kampf um Bronze den Landesverband Bayern bezwang. Nachdem Jakob Antkowiak den 1. Vorlauf im Punktefahren gewonnen hatte und Calvin Dik im zweiten Vorlauf auf Platz zwei gelandet war, sorgte Calvin Dik im Finale über 80 Runden für den Paukenschlag, als er die starke Konkurrenz mit dem Erfurter Max Gehrmann und Oscar Uhlig aus Kelheim souverän in Schach hielt und sich den Meistertitel sicherte. Seine überragende Form setzte der Berliner dann auch noch im Madison um, als er sich seinen zweiten Titel an der Seite des Oberhauseners Nils Weispfennig holte und dabei Max Gehrmann/Jannis Peter sowie seinen Berliner Landsmann Elias Richter an der Seite von Milan Henkelmann distanzierte.

Bemerkenswert auch die Leistung des weiblichen Jugendvierers vom SC Berlin, der in der Besetzung Paula Leonhardt, Elena Jährig, Fabienne Jährig und Josephine Körnig in der Mannschaftsverfolgung über 3000 m Bronze holte und auch der 5. Platz von Paula Leonhardt in der 2000 m Einerverfolgung unterstrich die gute Arbeit, die gerade in diesem Verein seit Jahren geleistet wird.

Abschließend sollten auch die guten Leistungen der Berliner Elitefahrer nicht unerwähnt bleiben. Besonders hervorzuheben ist der Auftritt von Charlotte Becker vom Team Hitec Products, die allein drei Titel bei diesen Meisterschaften gewinnen konnte und darüber hinaus noch den zweiten Platz in der 3000 m Einerverfolgung belegte, wo sie im Finale von der überragenden Lisa Brennauer vom Team Wiggle High5 eingeholt wurde. Die drei Titel errang sie im Punktefahren über 80 Runden, im Scratchrennen über 40 Runden und in der 4000 m Mannschaftsverfolgung an der Seite von Anna Knauer aus Weißenburg, Gudrun Stock aus München und Vanessa Wolfram aus Erfurt. In diesem Wettbewerb gab es auch für Lotta Schoenemeyer vom RSV Werner Otto noch eine Bronzemedaille, die sie mit Jo Ellen Look aus Schwerin, Jenny Hofmann aus Leipzig und Sandra Klotz aus Dresden errang.

Das einzige Berliner Eliteteam KED-Stevens war in Dudenhofen ebenfalls vertreten, konnte sich aber am Berliner Medaillensegen leider nicht beteiligen. Der vierte Platz von Moritz Augenstein und Sebastian Schmiedel im Madison und der fünfte Platz von Henrik Pakalski im Scratchrennen waren aber aller Ehren wert.

Bernd Mülle

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