Werte Sportler, Trainer, Betreuer und Vereinsvorsitzende,

wir möchten Euch bitten, zu prüfen, ob Mitglieder Eurer Vereine als Ordner bei der kids tour mithelfen können.

Die kids tour startet am 24.8. und geht bis zum 26.8.2018

  1. Etappe Einzelzeitfahren Lehnitz
  2. Etappe Mannschaftszeitfahren Willmersdorf bei Werneuchen
  3. Etappe Straßenrennen Rund um Willmersdorf- bei Werneuchen
  4. Etappe Rund in Marzahn

Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir das Problem, das uns auf allen Etappen Ordner die geforderten fehlen.

1.Etappe Lehnitz, Mühlenbecker Weg,  fehlen 4 Ordner (von 9 geforderten) 24.8. von 12 – 19 Uhr , Aufwandsentschädigung 35,00 €

2. und 3. Etappe Willmersdorf bei Werneuchen, fehlen 11 Ordner (von 20 geforderten) von 9 bis 12 Uhr, Pause und von 13 bis 19 Uhr

Aufwandsentschädigung 40 €, ein Bus zur Anfahrt würde ab s- Bahnhof Ahrensfelde vorhanden sein

4.Etappe Marzahn- Hellersdorf, Landsberger Chaussee/ Teuptitzer Str. fehlen noch  21 Ordner ( von geforderten 40 Ordnern), von 8 Uhr bis 17 Uhr, Aufwandsentschädigung 40 €

Mit den Ordnern steht und fällt die Durchführung der 26. Internationalen kids tour, einer Rundfahrt für Kinder, die in Europa wohl einmalig ist.

280 Starter in 3 Klassen aus 14 Nationen.

Wer uns dabei unterstützen will als Ordner meldet sich bitte, unter Angabe Namen, Adresse ( benötigen wir für die Auszahlisten) bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Den RTF´lern die Zeitgleich Ihr Rund um Berlin fahren, wünschen wir ebenfalls viel Erfolg.

Ich Danke Euch im voraus für Eure Hilfe

M. Lemke

-Gesamtsiege für Axel Roks und Jaka Spoljar am Schlusstag nicht mehr gefährdet-

Bei herrlichem mit zum Teil starken Wind begleiteten Sommerwetter fand die Schlussetappe beim „Rund in Marzahn-Hellersdorf“ auf der Landsberger Chaussee statt, die noch einmal äußerst spannenden Sport bot und vor allem in der Altersklasse U 15 von vielen Ausfällen geprägt wurde. Während bei der U 13 sechs Sportler das Rennen nicht beendeten, waren es bei der U 15 insbesondere sturzbedingt nicht weniger als 52 Teilnehmer, die am Ende die Segel streichen mussten. Ganz besonders schlimm erwischte es Sarah Kastenhuber vom Girlsteam Oberbayern, die sich den Kiefer ausgerenkt hatte und fürchterliche Schmerzen durchleiden musste. Wünschen wir der sympathischen Sportlerin, Tochter des ehemaligen Profis Alexander Kastenhuber, auf diesem Wege gute Besserung, ebenso wie allen anderen Akteuren, die mit mehr oder weniger geringeren Verletzungen das Rennen beendeten oder ebenfalls  ausscheiden mussten.

Doch zunächst zum Rennen der U 13, das über acht Runden zu je 2,93 km ausgetragen wurde und abermals vom dominierenden Niederländer Axel Roks gewonnen wurde, der hier schon beachtliches Können nachweisen konnte. Im Massensprint von rund 60 Fahrern schlug er seinen Landsmann Thom van der Werff und den Slowenen Anze Ravbar vom Team KK Adria Mobil und behauptete unangefochten seine Spitzenposition in der Gesamtwertung. Als Sieger der 25. Jubiläumsaustragung der Internationalen Kids Tour hatte er am Ende 48 Sekunden Vorsprung vor dem besten Mädchen Tilla Geisler aus Brandenburg und genau eine Minute vor dem Drittplatzierten Linus Fahrendorff von Tuspo Weende-Göttingen. Bester Berliner auf der letzten Etappe war erneut Philipp Selbmann auf Platz 38, der dort zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel kam. In der Gesamtwertung der 102 platzierten Fahrer reichte es aber für ihn auch nur zum 75. Platz mit über sechs Minuten Rückstand. Sieger in der Wertung des besten Sprinters und damit Gewinner des grünen Trikots wurde der Lette Arturs Nummurs, während Tilla Geisler das pinke und der Österreicher Nicolas Eder das weiße Trikot für den besten Sportler des jüngeren Jahrgangs mit nach Hause nahmen. Das Team Niederlande errang auch den Sieg in der Mannschaftswertung, wo Estland und der Landesverband Brandenburg mit seiner ersten Mannschaft auf die Plätze verwiesen wurden.

Wesentlich turbulenter verlief das Rennen der U 15 über 43,95 km, die insgesamt 15 Runden unterwegs waren. „Es wird heute nicht leicht werden, um sich noch zu verbessern“, gestand Berlins Bester Henning Sage vor dem Start, der nach seinem Wechsel  zum Marzahner RC 94 beachtliche Fortschritte gemacht hat. Dagegen zeigte sich sein Teamkamerad Robin Ruhe nur relativ zufrieden vor dem Start zur Schlussetappe. „Leider habe ich das Zeitfahren in den Sand gesetzt, aber auf dem gestrigen 8. Platz in Willmersdorf will ich heute gerne aufbauen“, sagte der junge Marzahner, doch mit Sturzverletzungen in Form von Prellungen und Schürfwunden konnte er das Rennen zwar beenden, aber der 75. Platz mit über zwei Minuten Rückstand ließ ihn am Ende auf Platz 56 der Gesamtwertung zurückfallen. Noch schlimmer erging es Henning Sage, der das Ziel nicht erreichte und ebenfalls sturzbedingt mit Prellungen am Arm zur Aufgabe gezwungen war.

Es war ein sturzreiches Rennen, in dem das Feld schon neun Runden vor Schluss arg zersplittert war und sich eine größere Führungsgruppe abgesetzt hatte. Zwischenzeitlich zurückgefallen war auch der Belgier Noah Detalle, bislang Gesamtzweiter, der aber mit einer Bravourleistung im Alleingang wieder den Anschluss an die Spitze schaffte, ohne aber im Endkampf der 34 führenden Fahrer eingreifen zu können. Mit Platz 31 unmittelbar vor dem einzigen Berliner in der Spitzengruppe Tim Schulz vom SC Berlin konnte er sich aber dennoch den zweiten Platz hinter dem Gesamtsieger Jaka Spoljar von KK Adria Mobil sichern und dessen Teamkameraden Nino Polovic auf Rang drei verweisen. Darüber hinaus gewann der schnelle Belgier auch die Gesamtsprintwertung um das grüne Trikot und unterstrich einmal mehr die Klasse belgischer Rennfahrer. Tagessieger dieser mehr als hektischen Etappe wurde der Franzose Baptiste Trentsaux vom Cannibal Team vor seinen Teamkameraden Toms Ustups aus Lettland und Frank Aron Ragilo aus Estland, der mit aufgeschlagener Lippe und abgebrochenen Zahn sich nicht recht über seine Platzierung freuen konnte.

In der Gesamtwertung bester Berliner wurde schließlich das große Talent Tim Schulz, der den 22. Platz unter den 86 Sportlern belegte, die das Rennen beendeten. Sein Rückstand von 2:11 Minuten war mehr als akzeptabel und läßt für die Zukunft einiges erhoffen. In der Mannschaftswertung, in der nur noch 16 Teams sich platzierten, siegte das Team KK Adria Mobil vor dem Cannibal Team und dem SSV Gera und das Berliner Team unter dem Patronat der AOK landete auf Platz 11. Nur noch sieben Mädchen erreichten am Ende das Ziel und dabei holte sich Anna-Helene Zdun vom Landesverband Sachsen-Anhalt überlegen das pinke Trikot, da ihre schärfste Widersacherin Thalea Mäder vom Team Weiße Taube Breitenworbis das Rennen aufgeben musste. Das weiße Trikot für den Sportler des jüngeren Jahrgangs ging an Toms Ustups vor Frank Aron Ragilo und Nicolas Zippan von der ersten Mannschaft des Landesverbandes Brandenburg.

Die Jubiläumstour hat wieder einmal bewiesen, wie wichtig ein derartiges Event für den Radsportnachwuchs ist. Die international ganz hervorragend besetzte Rundfahrt, bei der nur die in Berlin sonst stets im Vorderfeld mitfahrenden Dänen in diesem Jahr wegen ihrer gleichzeitig stattfindenden Landesmeisterschaften fehlten, ist nach wie vor einmalig in Europa, was die von weit her angereisten Teams erneut unterstrichen. Auch das Engagement eines John Degenkolb, der hier sich seine ersten Sporen verdient hat, deutet darauf hin. Aus einer Versteigerung von seinen Trikots etc. über Ebay wurden 795,-- Euro erlöst, die er auf 1.000,-- Euro aufgerundet hat und der Kids Tour zur Verfügung stellen wird. Chapeau!

Bernd Mülle

 

Foto: T. Hildebrandt 

 

 

 

 

-Führungswechsel bei der Kids Tour in der Altersklasse U 15-

Wenn der Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) nicht auf Lehnitz bei Oranienburg zurückgreifen könnte, wären die Zeitfahren dieser so schönen Tour für die Jüngsten im Radsport einfach nicht mehr zu stemmen. Die Auflagen für eine Streckenabsicherung gehen immer mehr ins Uferlose und sind fast nicht mehr zu erfüllen und die Baustellen werden in Berlin und Umgebung auch nicht weniger. Wenn alle Beteiligten mehr Verständnis füreinander aufbringen würden, wäre vieles machbar, aber heute schaut fast keiner mehr über seinen eigenen Tellerrand hinaus und das liebe Geld fehlt offensichtlich an allen Ecken und Enden bzw. wird nur da eingesetzt, wo man sich entsprechenden Profit ausrechnet. Die vielen Ehrenamtlichen können da eigentlich nur noch resignieren, obwohl ihnen der Radsport nach wie vor sehr am Herzen liegt. Die gestrigen Aussagen vieler Beteiligter, die von weit her angereist sind und die Internationale Kids Tour als einmaliges Event in Europa ansehen, bestärken die Organisatoren einer solchen Rundfahrt zwar in ihrem Engagement, doch die Gesamtsituation stellt sich nach wie vor als schwierig dar.

Zweimal Lehnitz, dafür kein Kurfürstendamm, ist eine Tatsache, die sich momentan kaum ändern lässt. Wir hatten schon Mannschaftszeitfahren auf dem Prachtboulevard Berlins, auch bei der in diesem Jahr erstmals ausgefallenen Tour de Berlin, aber der Radsport verfügt in Berlin über keine Lobby und das ist einfach nur bedauerlich, wenn man bedenkt, dass die Kids Tour einmal ausschließlich in Berlin stattgefunden hat. Aber sehen wir es positiv: durch die Unterstützung des Umlandes konnte diese für den Nachwuchs so wichtige Rundfahrt am Leben erhalten werden und dafür ist der BRV allen engagierten Mitstreitern dankbar.

In den beiden Mannschaftszeitfahren über jeweils 12,1 km zeigte der Nachwuchs am zweiten Tag der Kids Tour erneut ganz hervorragende Leistungen, insbesondere die starken Ausländer aus den Niederlanden und Slowenien unterstrichen einmal mehr ihre Stärken. Bei der U 13 triumphierte das Team Niederlande, das die Strecke in 18:16  Minuten zurücklegte und mit 10 Sekunden vor den vier Mädchen aus Estland und 12 Sekunden vor dem Team Belo Cycling Project aus Lettland gewann. Bestes deutsches Team war die erste Mannschaft aus Brandenburg auf Platz vier mit dem derzeit besten Mädchen Tilla Geisler, während die beiden Berliner Teams mit nur jeweils drei Fahrern erneut nur die Plätze 27 und 28 belegten. Das Spitzenreitertrikot  behielt somit der Niederländer Axel Roks vor Tilla Geisler, während der Österreicher Nicolas Eder das weiße Trikot des besten Fahrers des jüngeren Jahrgangs überstreifen durfte. „Seit 2012 bin ich aktiv und derzeit läuft es gut bei mir. Vor allem macht es Spaß und ich strebe durchaus eine längere Radsportkarriere an“, sagte Tilla Geisler, die sich den Gesamtsieg der Kids Tour bei den Mädchen nicht nehmen lassen sollte.

Eine Klasse für sich bei der U 15 war das Team von KK Adria Mobil aus Slowenien, das mit 16:39 Minuten die absolute Bestzeit erzielte. In die Phalanx der Ausländer – Platz drei ging an das Team Österreich vor dem Cannibal Team aus Litauen – brach das Team aus  Rheinland-Pfalz ein, das mit nur 10 Sekunden Rückstand auf den zweiten Rang einkam.

Glänzend hielt sich auch das unter dem Patronat der AOK fahrende Team des Landesverbandes Berlin mit Henning Sage, Robin Ruhe, Tim Schulz und Bruno Essinger, das hervorragend harmonierte und mit nur 29 Sekunden Rückstand einen ausgezeichneten 7. Platz belegte. Dadurch übernahmen zwei Fahrer aus Slowenien, Jaka Spolnar und Nino Polovic, die Führung in der Gesamtwertung vor dem Vortagessieger Noah Detalle aus Belgien, der mit seinem Team nur auf Platz 8 einkam und dabei 39 Sekunden verlor. Einen tollen 16. Platz in der Gesamtwertung belegt nach beiden Zeitfahren der beste Berliner Henning Sage, der mit seinem Team in der Mannschaftswertung auf Platz 11 rangiert. Bestes Mädchen ist Anna-Helene Zdun, die mit 42 Sekunden Vorsprung vor Thalea Mäder für die noch folgenden Straßenrennen eine hervorragende Ausgangsposition besitzt. Die Führung bei den Sportlern des jüngeren Jahrgangs haben die zwei Fahrer des Cannibal Teams, Frank Aron Ragilo und Toms Ustups inne.

Am Nachmittag des zweiten Tages standen die Straßenrennen im Gewerbegebiet Willmersdorf in der Nähe von Werneuchen auf dem Programm und hier konnte man in beiden Altersklassen am Ende einen Massenspurt erwarten, der dann auch Realität wurde. Zunächst fuhr die U 13 auf der Strecke Willmersdorf-Schönfeld-Weesow-Willmersdorf zwei Runden über jeweils 10,4 km mit zwei Sprintwertungen bei Kilometer 4,7 und bei der ersten Zieldurchfahrt, die vom Letten Arturs Nummurs vom Belo Cycling Project und vom Niederländer Thom van der Werff gewonnen wurden. Den Sieg aber errang erneut Axel Roks

aus den Niederlanden, als er im Massenspurt den Slowenen Anze Ravbar von KK Adria Mobil und seinen Landsmann Christiaan van Rees niederringen konnte. Einen Achtungserfolg verbuchte der Berliner Philipp Selbmann vom Marzahner RC 94, der zeitgleich mit dem Sieger auf Platz 34 ins Ziel kam. Für die Schlussetappe am Sonntag sah es für Axel Roks gut aus, der mit 35 Sekunden Vorsprung vor dem besten Mädchen Tilla Geisler vom Team Brandenburg und 47 Sekunden vor dem Drittplatzierten Linus Fahrendorff von Tuspo Weende-Göttingen ins Rennen ging und auch mit seinem Team Niederlande die Führung in der Mannschaftswertung inne hatte. Das weiße Trikot für den besten Fahrer des jüngeren Jahrgangs blieb bei dem Österreicher Nicolas Eder, der ebenfalls gute Chancen hat, dieses Trikot auf der letzten Etappe zu verteidigen.

Für die Klasse der U 15 ging es über 41,6 km und somit waren auf gleicher Strecke vier Runden zu absolvieren. Auch hier wurde das Rennen im Massensprint entschieden, den der Lette Toms Ustups vom Cannibal Team vor Daniel Schrag vom Team BMC  Mittelfranken und Philip Straßer vom Landesverband Rheinland-Pfalz gewann und es einen hervorragenden 8. Platz für Robin Ruhe vom Marzahner RC 94 gab, während der Slowene Jaka Spoljar mit Platz

12 seine Führung in der Gesamtwertung behaupten konnte. Durch die nach jeder Runde ausgetragenen drei Zwischensprints, die zweimal der Belgier Noah Detalle von LOTTO-VC Ardennes und einmal Daniel Schrag gewannen, erzielte der Belgier Zeitgutschriften, durch die er auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vor Nino Polovic von KK Adria Mobil vorrückte. Weiterhin auf Rang 16 war Henning Sage bester Berliner, während sein Teamkamerad Robin Ruhe auf Rang 30 ebenfalls eine gute Figur abgab und das Team auf Platz 10 der Gesamtmannschaftswertung, die von dem slowenischen Team KK Adria Mobil angeführt wird, unter noch  35 Mannschaften bislang eine sehr beachtliche Vorstellung zeigte. Unverändert blieben auch die Positionen bei den Mädchen und den jüngeren Sportlern, wo Anna-Helene Zdun und Frank Aron Ragilo weiterhin das pinke bzw. weisse  Trikot tragen.

Das Finale am Sonntag an der Landsberger Chaussee dürfte noch einmal hervorragenden Sport der Youngster bieten, die wie seit Jahren üblich mit großem Kampfgeist und Enthusiasmus dabei sind.

 

Bernd Mülle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-Die 25. Jubiläumstour beginnt mit Siegen für die Niederlande und Belgien-

„Same Procedure as every year“, so begann die Internationale Kids Tour für die Klassen U 13 und U 15 wieder mit jeweils einem Einzelzeitfahren über 10 bzw. 12 km im brandenburgischen Lehnitz bei Oranienburg, wo der Berliner Radsport Verband e.V. (BRV) nun schon seit einigen Jahren Gastfreundschaft genießt. Pünktlich um 14 Uhr ging als erster der Niederländer Christiaan van Rees an den Start, nachdem es für einige Teams vorher recht eng zu werden schien, da Verkehrsbeeinträchtigungen die rechtzeitige Anfahrt nach Oranienburg zum Pokerspiel werden ließen. Ein Verkehrsunfall in einer Baustelle in Richtung Berlin ließ auch den Vorsitzenden der Jury Klaus Tast aus Langenhagen fast verzweifeln, doch alle konnten nach 2 ½ Stunden im Stau noch gerade rechtzeitig zum Start gelangen.

Es ist schon fast wie bei einem großen Familienfest, in- und ausländische Sportler mit Betreuern und Angehörigen vermitteln wie jedes Jahr eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. „Es ist einfach toll hier bei dieser Tour, die europaweit einmalig ist und die jungen Akteure zum einzigen internationalen Wettstreit zusammenkommen lässt“, diese Worte hörte man nicht nur einmal an diesem ersten Wettkampftag sowohl von den Akteuren und ihren zahlreichen Angehörigen, aber auch besonders von so erfahrenen Sportlichen Leitern wie Sandi  Papez aus Slowenien oder Raivis Belohvosciks aus Lettland, die hier mit den Youngstern am Start sind.

Gerade diese ehemaligen Profis verfügen in ihren Reihen über starke Fahrer in beiden Altersklassen, die am Ende sicher ein mitentscheidende Rolle spielen werden. Bei der U 13 zum Beispiel der Lette Arturs Nummurs, der sehr früh eine Bestzeit vorlegte und damit am Ende den guten 6. Platz belegte. Seine Zeit von 16:03,28  Minuten wurde später von fünf Fahrern unterboten, die alle unter 16 Minuten blieben, darunter mit Tilla Geisler vom Landesverband Brandenburg 1 (2.) und der Estin Elisabeth Ebras (5.) auch zwei Mädchen. Die Siegerzeit von Axel Roks vom Team Niederlande betrug 15:19,19 Minuten und dabei erreichte der junge Mann ein Stundenmittel von 39,165 km/h. Der dritte Platz ging an Linus Fahrendorff von Tuspo Weende-Göttingen vor dem Österreicher Nicolas Eder aus dem Team BMC Mittelfranken.

Für die einheimischen Fahrer aus Berlin gab es in dieser Altersklasse nichts zu holen, zumal die beiden Teams mit nur drei statt vier Fahrern an den Start gingen, nachdem Luis Engelhardt vom Radteam Cöpenick verletzungsbedingt ausgefallen war und sich Janike Maira Lode vom SC Berlin noch im Urlaub befand. Bester war schließlich Toni Holst vom SC Berlin auf Platz 76 unter den 111 Platzierten, so dass für beide Berliner Teams nur die beiden letzten Plätze in der vom Team  Estland gewonnenen Mannschaftswertung übrig blieben. Das pinke Trikot für das beste Mädchen durfte sich Tilla Geisler überstreifen, während Nicolas Eder das weiße Trikot für den besten Sportler des jüngeren Jahrgangs auf der morgigen 2. Etappe tragen wird.

In der Klasse U 15 gab es einige potentielle Siegkandidaten, von denen man aufgrund ihrer Vorjahresergebnisse bei dieser Tour hervorragende Leistungen erwarten durfte. Die guten Wetterbedingungen ließen gute Zeiten erwarten und so gab es am Ende auch zwei Fahrer, die die magische Grenze von 17 Minuten unterbieten konnten. Zunächst war es jedoch der starke Jaka Spoljar aus dem Team KK Adria Mobil, der mit 17:06,17 Minuten sehr früh eine glänzende Zeit realisierte, die lange nicht unterboten werden konnte. Hervorragend fuhren auch die beiden im Vorjahr noch bei der U 13 bestplatzierten Fahrer Toms Ustups und Frank Aron Ragilo vom Cannibal Team, die schließlich auf den Plätzen 7 und 6 landeten. Der Sieg ging an den drittletzten Starter Noah Detalle von LOTTO-VC Ardennes aus Belgien, der die zwischenzeitlich von Moritz Kärsten vom Landesverband Sachsen-Anhalt erzielte neue Bestzeit von 16:48,64 Minuten nochmals um vier Sekunden toppen konnte und damit vom obersten Podestplatz nicht mehr zu verdrängen war.

Die zwei hochgehandelten Siegfahrer aus Deutschland, Max-David Briese und Benet Metz von der Renngemeinschaft Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern, die in dieser Saison schon insgesamt 22 Siege herausgefahren haben, hatten mit dem Ausgang dieses Rennens nichts zu tun und landeten auf den Plätzen 33 und 36 und damit noch hinter dem besten Berliner Henning Sage vom Marzahner RC 94, der einen guten 28. Platz errang. Auch sein Vereinskamerad Robin Ruhe enttäuschte auf Platz 49 keinesfalls, so dass sie gemeinsam mit Tim Schulz vom SC Berlin, der den 59. Platz belegte, und Bruno Essinger, ebenfalls vom SC Berlin, in der Mannschaftswertung unter dem Patronat der AOK immerhin auf Platz 14 unter 37 Teams einkamen. Das Mädchenteam ausschließlich mit den Fahrerinnen des  SC Berlin Paula Leonhardt, Fabienne Jährig, Sandra Hainzl und Elena Jährig errang Platz 32, noch vor dem zweiten Team des Berliner Landesverbandes mit Erik Leonhardt und Enno Paul Rohde vom SC Berlin sowie Paul Quabs und Robby Pohl vom Marzahner RC 94, das den 34. Rang belegte. Die Führung hat das bärenstarke Team von KK Adria Mobil inne, das sich mit dem Cannibal Team auf Platz zwei beim morgigen Mannschaftszeitfahren ein mit Sicherheit spannendes Duell liefern wird.

Anna-Helene Zdun vom Landesverband Sachsen-Anhalt trägt als bestes Mädchen das pinke Trikot und hat dabei mit Thalea Mäder von Weiße Taube Breitenworbis auf Platz zwei eine starke Konkurrentin. Hier liegt Paula Leonhardt auf Rang 8 gut platziert, während ihr Bruder Erik bei den Sportlern des jüngeren Jahrgangs, der von Frank Aron Ragilo angeführt wird, auf dem 18. Platz liegt.

Am Samstag steht am Vormittag das Mannschaftszeitfahren auf dem Programm, während am Nachmittag die Straßenrennen im Gewerbegebiet Willmersdorf ausgetragen werden. Hier dürfte dann auch mit Max-David Briese und Benet Metz zu rechnen sein, die beim Zeitfahren im Vorfeld nicht so optimistisch waren. „Ein Platz unter die ersten 20 wäre schön“, sagte der sympathische Max-David Briese, dessen Wunsch sich aber nicht erfüllte. „Das Zeitfahren ist nicht gerade meine Stärke, ich fahre lieber auf Endspurt“, gab dagegen Benet Metz zu Protokoll, wohlwissend, dass er dazu noch Gelegenheit bekommen wird.

Bernd Mülle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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