- Etappensieg und 5. Platz in der Gesamtwertung –

Die 38. Internationale Oderrundfahrt vom 06.07. bis zum 09.07.2017 stand ganz im Zeichen der Schüler U 15 und der Elite Männer, die vier bzw. fünf Etappen auszutragen hatten. Wie in all den vergangenen Jahren waren auch dieses Mal Starter aus Berlin dabei, wobei bei den Schülern leider nur Fahrer aus den beiden Vereinen Marzahner RC 94 und SC Berlin antraten. In Anbetracht der bevorstehenden Internationalen kids-tour war diese Rundfahrt eine hervorragende Gelegenheit, sich entsprechend vorzubereiten, die leider nur von den beiden Spitzenvereinen im Nachwuchsbereich wahrgenommen wurde.

Für den Marzahner RC 94 waren neben Henning Sage, der gleich auf der 1. Etappe über 32,4 km bei „Rund um die Oderniederung“ einen hervorragenden 2. Platz im Massenspurt hinter dem Luxemburger Charel Dax belegte, noch Robin Ruhe, Paul Arndt, Paul Quabs, Robby Pohl und Felix Fleischmann dabei, während der SC Berlin mit Erik Leonhardt, Enno Paul Rohde, Pepe Strube und Janis Kullmann angetreten war. Leider waren es nur insgesamt 60 Starter, da die Oderrundfahrt u.a. mit den zur gleichen Zeit in Köln stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Omnium kollidierten. Hervorragend auf dieser 1. Etappe auch die Platzierung von Robin Ruhe auf dem 7. Rang, während Robby Pohl und Felix Fleischmann durch einen Sturz bzw. einem Schaltungsschaden leider zurückfielen und einige Zeit einbüßten.          

Beim Einzelzeitfahren über 10,8 km triumphierte Oliver Spitzer vom ESV Lok Zwickau, der 16:10,317 Minuten benötigte und den Luxemburger Alexandre Kess mit 17 Sekunden Rückstand auf Platz 2 verwies. Für Henning Sage blieb mit 46 Sekunden Rückstand ein guter 6. Platz übrig und auch Robin Ruhe konnte mit Platz 8 (58 Sekunden zurück) überzeugen. Bei trockenen und warmen Wetter zeigte auch Felix Fleischmann als 18. eine ansprechende Leistung, zumal der junge Mann erst in diesem Jahr mit dem Radsport begonnen hat. Der Zwickauer übernahm auch gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung vor den beiden Luxemburgern Alexandre Kess und Charel Dax mit Henning Sage als bestplatzierten Berliner auf Rang 6.    

Die 3. Etappe um den Güldendorfer Bergpreis führte über 35 km und wurde von den Berlinern nahezu dominiert. Der Sieg ging an Henning Sage vor Noah Böker von der RG Hamburg und Oliver Spitzer, der Paul Arndt auf den vierten Platz verwies. Mit sechs Sekunden Rückstand erreichten fünf Fahrer das Ziel mit dem Spurtsieger Erik Leonhardt, der mit dem fünften Platz das tolle Ergebnis der Berliner vervollständigte. Ein Sieg von Henning Sage und zwei zweite Plätze von Robin Ruhe in den Sprintwertungen unterstrichen die an diesem Tag starken Leistungen der Berliner. Damit verbesserte sich Henning Sage auf Platz drei der Gesamtwertung mit einem Rückstand von nur 34 Sekunden auf Oliver Spitzer und 14 Sekunden auf Alexandre Kess.

Am Schlusstag waren noch einmal 32,4 km bei „Rund um den Zeisigberg“ zu absolvieren und hier waren Kopfsteinpflaster und relativ steile Anstiege zu bewältigen. Die beiden Spitzenreiter Oliver Spitzer und Alexandre Kess machten auch in dieser Reihenfolge das Rennen unter sich aus und erreichten das Ziel mit zwei Sekunden Vorsprung vor Nicolas Zippan vom RSV Königswusterhausen/Wildau auf Platz drei und Charel Dax, während Henning Sage als Sechster weitere 11 Sekunden verlor. In der Gesamtwertung siegte schließlich Oliver Spitzer vor Alexandre Kess, während sich Nicolas Zippan noch Platz drei erkämpfte. Für Henning Sage blieb dennoch ein ausgezeichneter 5. Platz übrig und auch die Leistungen von Robin Ruhe (12.), Paul Arndt (13.) und Erik Leonhardt (19. und 3. des jüngeren Jahrganges) konnten sich sehen lassen. Unter den 55 Fahrern, die das Rennen beendeten, waren auch Felix Fleischmann (38.) und Robby Pohl (40.), die nach ihren Missgeschicken am ersten Tag sich noch gewaltig steigerten.

Bei der Elite Männer ging es am ersten Tag über 75 km um den Großen Preis der Stadt Frankfurt/Oder, der im Massenspurt von Manuel Porzner vom Team Heizomat vor den deutschen Nationalfahrern Maximilian Beyer und Konrad Geßner gewonnen wurde. Vom KED-Stevens Radteam Berlin war Marcel Franz zeitgleich auf Platz 6 am besten platziert, während seine Teamkameraden Oskar Gebauer (75.), Hannes Augustin (79.), Tobias Magdeburg (81.), Sebastian Schmiedel (92.) und Nazir Jaser (95.) schon erhebliche Zeitrückstände aufzuweisen hatten. Auch die Fahrer der Renngemeinschaft Eichhörnchen hatten große Rückstände zu verzeichnen, ihr Bester war Jeremy Lendowski auf Rang 68, während Jan Weber (100.), Robert Bolle (101.), Maximilian Möbis (108.) und Oliver Bredlau (110.) schon nach dem ersten Tag aussichtslos zurücklagen. Darüber hinaus hatte Christopher Schulz im Feld der 116 Starter das Rennen aufgegeben.

Am zweiten Tag wurden 162 km zurückgelegt und hier feierte die deutsche Nationalmannschaft mit Maximilian Beyer und Konrad Geßner einen Doppelsieg und erneut fuhr Marcel Franz mit Platz 5 eine gute Platzierung heraus. Mit Hannes Augustin, Sebastian Schmiedel und Nazir Jaser auf den Plätzen 15 bis 17 schlugen sich drei weitere Fahrer vom KED-Stevens Radteam ausgezeichnet und blieben dabei ohne Zeitverlust. Von der Renngemeinschaft Eichhörnchen belegte Jeremy Lendowski wiederum als Bester Platz 39 und verlor dabei auch nur neun Sekunden. Die Gesamtwertung führte nunmehr Maximilian Beyer mit sechs Sekunden Vorsprung vor Konrad Geßner und Manuel Porzner an, wobei Marcel Franz auf Platz 6 mit 16 Sekunden Rückstand folgte.

Die dritte und vierte Etappe wurden am Samstag ausgetragen und das zunächst anstehende Einzelzeitfahren über 19,8 km beendete der Luxemburger Tom Wirtgen mit einer Zeit von 24:16,178 Minuten als Sieger und mit einem Vorsprung von 38 Sekunden (!) vor Manuel Porzner, womit er auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Für die Berliner gab es hier kaum etwas zu holen, wobei Marcel Franz als erneut Bester auf Platz 21 einen Rückstand von 1:29 Minuten in Kauf nehmen musste. Der Güldendorfer Bergpreis über 87,5 km trennte dann die Spreu vom Weizen und dabei gab es zum Teil riesige Zeitabstände zu verzeichnen. Mit Robert Müller vom Herrmann Radteam als Sieger hatte nicht jeder gerechnet, der allein mit drei Sekunden Vorsprung vor Stefan Brandlmeier vom Veloclub Ratisbona und dem starken Manuel Porzner ins Ziel kam. Das Hauptfeld mit Marcel Franz (26.), Nazir Jaser (45.) und Jeremy Lendowski (46.) hatte da schon mehr als drei Minuten verloren und das übrige Feld musste schließlich bis zum Teil über 30 Minuten preisgeben. Damit übernahm nun Manuel Porzner die Führung in der Gesamtwertung, gefolgt von Justin Wolf von der deutschen Nationalmannschaft und Jonas Rapp vom Team Heizomat.

Zum Abschluss ging es am Sonntag noch einmal hart zur Sache, wobei 151,2 km zurückzulegen waren. Der am Vortag so starke Robert Müller glänzte erneut auf der selektiven Strecke mit einem ausgezeichneten 2. Platz hinter dem niederländischen Sieger Jasper Schouten vom Team WV De IJsselstreek, die zusammen mit vier weiteren Fahrern einen kleinen Vorsprung von sieben Sekunden herausgefahren hatten. Im großen Feld landete Marcel Franz auf Platz 24 vor Jeremy Lendowski, der auf Platz 34. einkam, während auf der Schlussetappe nicht weniger als 19 Fahrer aufgaben, darunter auch der Luxemburger Tom Wirtgen und Maximilian Beyer. Verdienter Gesamtsieger der Oderrundfahrt wurde mit Manuel Porzner der insgesamt stärkste Fahrer, der am Ende vor Justin Wolf und Jonas Rapp die Nase vorn hatte. Für Marcel Franz vom KED-Stevens Radteam reichte es zum 15. Platz, was angesichts der starken Konkurrenz durchaus als Erfolg zu werten ist. Mit Platz 37 konnte auch Jeremy Lendowski von der Renngemeinschaft Eichhörnchen ein achtbares Resultat erzielen.

 

Bernd Mülle          

 

 

 

 

 

 

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