Gute Leistungen von Berlins Jugendfahrern bei DM Omnium

Gute Leistungen von Berlins Jugendfahrern bei DM Omnium https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Albert_Richter_velodrome.jpg?uselang=de#filelinks

- Maurice Ballerstedt und Patrick Dietze auf Platz 4 und 5 –

Nur wenige Berliner Nachwuchsfahrer fanden den Weg nach Köln, um an den Deutschen Meisterschaften im Omnium teilzunehmen. Insgesamt sechs Akteure waren es, die in den zwei Altersklassen Schüler/Schülerinnen U 15 sowie weibliche und männliche Jugend an den Start gingen. So starteten die Geschwister Fabienne und Elena Jährig vom SC Berlin bei den Schülerinnen U 15, ihre Vereinskameraden Bruno Essinger und Tim Schulz bei den Schülern U 15, während bei der männlichen Jugend mit Maurice Ballerstedt ein weiterer Fahrer des SC Berlin dabei war, der hier gemeinsam mit Patrick Dietze vom Radteam Cöpenick zu den 40 Fahrern zählte, die sich für das Omnium mit maximal 24 Startern in zwei als Punktefahren ausgetragenen Vorläufen erst noch qualifizieren mussten. Bei der weiblichen Jugend waren dagegen keine Starterinnen aus unserem Landesverband vertreten.

Im ersten Vorlauf der Jugend erreichte Patrick Dietze, der gemeinsam mit vier weiteren Fahrern einen Rundengewinn erzielt hatte, den 5. Platz, womit er sich problemlos für das Omnium qualifiziert hatte. Der zweite Vorlauf wurde eine Beute von Maurice Ballerstedt, der so starke Fahrer wie Luca Rohde von der RG Hamburg und Theo Zetzsche vom RC Luckau auf die weiteren Plätze verwies. Hier gab es keine Rundengewinne und erst die letzten beiden Spurts von insgesamt acht entschieden das Rennen zu Gunsten des Berliners, der durch die doppelt zählende Schlusswertung noch auf Platz 1 fuhr.

Dann war das Scratchrennen als Auftakt des Omnium-Wettbewerbs an der Reihe, das von Henri Uhlig vom RSC Kelheim vor Laurin Drescher vom ESV Lok Zwickau und Patrick Dietze gewonnen wurde, wobei Maurice Ballerstedt auf Platz 7 landete. Die Temporunden sah Tom Lindner vom ESV Lok Zwickau vorn, der Leslie Lührs vom RSV Irschenberg und Luca Rohde hinter sich ließ und auch hier belegte Maurice Ballerstedt den siebten Rang, während Patrick Dietze mit Platz 12 etwas an Boden einbüßte. Im folgenden Ausscheidungsfahren bot er aber eine Klasseleistung als Zweiter hinter Luca Rohde und auch Maurice Ballerstedt auf Platz 5 konnte durchaus überzeugen. Das abschließende Punktefahren musste die Entscheidung bringen und im Zwischenergebnis vor dem Finale lag Patrick Dietze auf einem ausgezeichneten dritten Platz, während Maurice Ballerstedt mit Rang 5 ebenfalls noch aussichtsreich im Rennen lag.

Gegen einen überragenden Luca Rohde hatten dann aber die beiden Berliner keine Chance, auch wenn sie sich erneut hervorragend aus der Affäre zogen. Im Finale ohne Rundengewinne erspurtete sich der Hamburger 22 Punkte und siegte am Ende mit 128 Punkten vor Laurin Drescher mit 101 Punkte und Henrik Josten vom RSC Dorsten mit 97 Punkten, der mit nur einem Punkt Vorsprung Maurice Ballerstedt auf den undankbaren vierten Platz verwies. Der Fahrer des SC Berlin konnte seinerseits Patrick Dietze hinter sich lassen, der mit 94 Punkten  Platz fünf belegte und das tolle Ergebnis der Berliner vervollständigte.

Bei den Schülern U 15 hatten es Bruno Essinger und Tim Schulz sehr schwer, schafften aber immerhin unter 31 Startern die Qualifikation der 24 Besten für das Omnium. Im ersten Vorlauf wurde Tim Schulz Neunter und Bruno Essinger errang im zweiten Vorlauf als Zwölfter gerade noch den Sprung in den sechsteiligen Wettbewerb, der aus Scratch, Einerverfolgung, Ausscheidungsfahren, 500 m Zeitfahren, 100 m fliegend und dem Punktefahren bestand. Unmittelbar vorhergehende Krankheiten und dazu noch eine Klassenfahrt von Tim Schulz waren alles andere als eine gute Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft, bei der beide Fahrer chancenlos blieben. „Dazu fehlten im Vorfeld auch Vergleiche mit der Konkurrenz, so dass eine realistische Einschätzung der Leistungen kaum möglich war“, äußerte sich Michael Bräunig, seit Jahren im Trainerteam des SC Berlin tätig. Am Ende blieben für Tim Schulz und Bruno Essinger nur die Plätze 22 und 23 übrig, wobei ein 10. Platz von Bruno Essinger im Ausscheidungsfahren noch die mit Abstand beste Einzelleistung darstellte. Für den als äußerst talentiert geltenden Tim Schulz, der erst 2016 mit dem Radsport begonnen hat und dem ein Jahr länger aktiven Bruno Essinger waren diese Deutschen Meisterschaften auf der Bahn der erste nationale Vergleich, auf dem sich aufbauen lassen sollte. Im Gesamtergebnis siegte Benet Metz von der RG Hamburg mit 135 Punkten vor Philip Straßer vom RV Sport Queidersbach mit 118 Punkten, der mit einem Punkt Vorsprung Benjamin Boos vom RSV Ellmendingen auf den dritten Platz verwies. Der neue Deutsche Meister Benet Metz hatte bis auf die Einerverfolgung alle anderen Disziplinen für sich entschieden.

Für die beiden Schülerinnen Fabienne und Elena Jährig hingen die Trauben ebenfalls sehr hoch, was durchaus auch zu erwarten war. Beide sind erst seit diesem Jahr beim SC Berlin  und fahren damit jeweils ihre erste Saison. Talentiert sind sie zweifellos und so war der Start bei diesen Meisterschaften ein erster Schritt in die richtige Richtung. Im Gesamtergebnis erreichte Fabienne Jährig den 16. Platz und auch der 19. Platz von Elena Jährig unter den 23 Teilnehmerinnen konnte letztlich zufriedenstellen. Sie war es auch, die das beste Einzelergebnis im Ausscheidungsfahren mit einem fünften Platz erzielte. Neue Deutsche Meisterin wurde mit 122 Punkten Carolina Fuchs vom RSV Irschenberg ganz knapp vor Carolin Hartmann vom RC Kleinmachnow mit 121 Punkten und Stephanie Bräunlich vom SSV Gera mit 111 Punkten.

Der guten Ordnung halber sei noch die überragende Alessa-Catriona Pröpster von der RSG Zollern Alb erwähnt, die im Wettbewerb der weiblichen Jugend ohne Berliner Beteiligung überlegen Deutsche Meisterin wurde. Nach dem Sieg im Scratch und im Ausscheidungs-fahren verteidigte sie ihre Führung im abschließenden Punktefahren und distanzierte mit 125 Punkten Hanna Dopjans vom RSV Irschenberg mit 117 Punkten und Friederike Stern vom RV Elxleben mit 113 Punkten auf die Plätze zwei und drei.

 

Bernd Mülle      

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