Berliner Maximilian Schachmann glänzt vor heimischer Kulisse

- Erster Etappensieger der Tour de Berlin ist der Österreicher Lukas Schlemmer – 

Die 1. Etappe der 64. Tour de Berlin in Wannsee war nichts für Langschläfer! Das Pfingstwochenende und die damit verbundene Rücksichtnahme auf die Restaurantbetriebe im Bereich des Nikolskoer Weges bzw. der Pfaueninselchaussee führten dazu, dass der ursprünglich für 10.00 Uhr geplante Beginn der Veranstaltung auf 7.30 Uhr vorverlegt werden musste. Nicht nur für die Akteure und Offiziellen eine harte Bewährungsprobe, vielmehr ließ das Zuschauerinteresse zu so früher Stunde mehr als zu wünschen übrig.

Berliner ermitteln ihre Straßenmeister wieder in Lübben

-  KED-Stevens Radteam Berlin dominiert bei der Elite –              

Fast schon traditionell ermittelten letzten Sonntag die Landesverbände Berlin und Brandenburg gemeinsam ihre Meister in der Disziplin Einer-Straße.

Mehrere LV-Meisterschaften an einem Veranstaltungsort zusammenzufassen, wird auch in anderen Bundesländern praktiziert, wie zum Beispiel in Wolfhagen für Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und das Saarland, in Reinsdorf für Sachsen und Sachsen-Anhalt oder in Siggelkow für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Schleswig-Holstein.

Wie in den letzten Jahren standen die Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg und Berlin dazu in Lübben am Start. Bei herrlichem Sonnenschein führte der eher flache Rundkurs trotz starken Windes fast in allen Rennen zu einem Finale, bei dem die Entscheidung erst auf der Zielgeraden im Sprint fiel.

Gerade dieser Sprint verlangt eine gute Taktik und hervorragende Fahrtechnik, um ganz vorne zu landen. Nur knapp 90 Meter vor der Ziellinie müssen die Aktiven durch eine 90 Grad Rechtskurve, deren linker Rand auch noch leicht abfallend ist. So gab es auch zwei, drei kritische Situationen mit Stürzen, wobei davon die Jugend U 17 auch im Zielsprint betroffen war. Dieser gefährlichen Situation ging Elias Richter vom Marzahner RC´94 komplett aus dem Weg, als er schon vor der Kurve mit seinem Antritt einige Meter Vorsprung herausholte. So wurde er ungefährdet Berliner Jugendmeister vor Justin Winzer vom RC Charlottenburg und Maximilian Meyer vom BRC Zugvogel.

Den zweiten Berliner Meistertitel feierte der Marzahner RC 94 durch Raul-Odin Voigt in der Schülerklasse U 15. Er siegte vor Florian Bondzau vom SC Berlin, während mit Sascha Telschow ein weiterer Marzahner Bronze gewann. Die mögliche dritte Goldmedaille für Marzahn in der U 13 verpassten hingegen knapp Paul Quabs und Robby Pohl als Zweiter und Dritter. Berliner Meister wurde hier Erik Leonhardt vom SC Berlin.

Sämtliche Platzierungen bei den Schülerinnen, sowohl in der U 13 als auch der U 15, teilten sich erneut der SC Berlin und der Marzahner RC 94, wobei der SC Berlin die meisten Medaillen errang. Die nun amtierenden Berliner Meisterinnen sind hier Janike Maira Lode in der U 13 und Paula Leonhardt in der U 15, beide vom SC Berlin.

Als Veranstalter der Meisterschaften sorgte der RSV Einheit Lübben besonders bei den Siegerehrungen für einen würdigen Rahmen. Die Sieger und Platzierten wurden von einer Fahrradrikscha vor die große Siegertribüne gefahren, die auch einer Deutschen Meisterschaft gerecht werden würde. Eine Hostess im typischen Spreewälder Gewand, der Bürgermeister der Stadt Lübben sowie Vertreter der Landesverbände überreichten die Medaillen und Ehrenpreise. Dabei konnten sich die Berliner Meisterinnen der Nachwuchsklassen über einen besonderen Ehrenpreis freuen. Torsten Schubert überreichte diesen im Namen des Berliner Vereins zur Unterstützung des Radsportnachwuchses – BURN – (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Darüber freuten sich auch Laura Lotter vom SC Berlin als neue Meisterin der weiblichen Jugend und Lina Rausch vom BRC Zugvogel 1901 bei den Juniorinnen.

Beide Klassen starteten und fuhren gemeinsam mit den Frauen über die gleiche Distanz. So konnte sich der Nachwuchs schon einmal mit älteren Jahrgängen messen. Dank des Rundkurses ohne einen einzigen Höhenmeter ging dies auch ganz gut und es gab einen Spurt des Feldes, bei dem auch die Jugend und Juniorinnen vertreten waren. Natürlich gab es eine getrennte Wertung mit dem Sieg von Sabine Dittmann vom RSV Werner Otto bei den Frauen, die vor Maxie Rathmann von BRC Semper 1925 und Cornelia Brückner von Velox Berlin neue Berliner Meisterin der Frauen wurde.

In den Seniorenklassen bewegte vor allem das Rockefeller Cycling Team das Feld, was am Ende nicht ganz belohnt wurde. Bei den Senioren 2 musste sich Christian Lamczyk als Zweiter dem Sieger Jörn Hoffmann vom BRC Semper 1925 geschlagen geben. Allerdings gehören zu den „Rockefellern“ auch Brandenburger Sportler, die dort die ersten beiden Plätze einnahmen. Berliner Meister der Senioren 3 wurde Joern Kinzel vom RC Berliner Bär vor Jens-Uwe Pfeiffer vom RV Berlin, während bei den Senioren 4 Uwe Gabbert von Velox Berlin die Nase vorn hatte und Michael Ziege von den Zehlendorfer Eichhörnchen auf Platz zwei verwies.

Das Rennen der Elite Männer wurde vom KED-Stevens Radteam Berlin mit seinen Fahrern vom Berliner TSC beherrscht, die die Medaillen unter sich ausmachten und schließlich in der Reihenfolge Sebastian Schmiedel, Malte Jürß und Erik Schubert auf den drei Podiumsplätzen landeten. Darüber hinaus erreichten ihre Team- und Vereinskameraden Hannes Augustin und Tobias Magdeburg noch die Plätze 5 und 7. Dahinter folgten auf den Rängen 8 und 9 mit Christopher Schulz und Jeremy Lendowski von den Zehlendorfer Eichhörnchen zwei weitere Fahrer, die dem KED-Stevens Radteam angehören.

In Erinnerung bleiben Rennen bei schönen äußeren Bedingungen, die aber aufgrund der Größe der Starterfelder den Berliner Vereinen einige Sorgen bereiten dürften. Auch wenn einige Fahrer durch Krankheiten oder andere Planungen fehlten, so hält der Rückgang der Radsport treibenden Starter an und verlieren somit auch die Meistertitel an Bedeutung. Bleibt zu hoffen, dass am Ende der sich abzeichnende Überlebenskampf der Vereine positiv ausgeht.

Im Rennen der Junioren gab es den Sieg von Poul Rudolph vom Radteam Cöpenick, der Josh Mechsner vom Berliner TSC und den favorisierten Karlo Brüser vom SC Berlin distanzieren konnte und sich somit aufgrund seiner derzeit hervorragenden Form den Meistertitel sicherte.

Text: Thomas Hildebrandt, Jörg Wittmann (Ergänzungen Bernd Mülle)

- Rad-Bundesliga beeinflusst das Ergebnis der Junioren -

Pünktlich zur Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren am 30. April, zeigte sich das Wetter endlich wieder von seiner schönen Seite. Bei Sonnenschein und mäßigem Wind zeigten die Ausdauerspezialisten ihr Können.

In den Nachwuchsklassen errangen mit dem SC Berlin und dem Marzahner RC´94 die beiden Vereine mit der intensivsten Nachwuchsarbeit auch die meisten Medaillen. Doch zu Beginn, bei den Allerjüngsten waren zunächst noch zwei andere Vereine auf dem Podest. In der U 11 siegte Erik Arns von der RV Lichterfelde Steglitz vor Luis Engelhardt vom Radteam Cöpenick.

Bei den Schülerinnen U 13 teilten sich die Sportlerinnen der beiden zunächst genannten Vereine abwechselnd die Plätze 1-4. Die deutlich beste Zeit sicherte sich die neue Meisterin Janike Maira Lode vom SC Berlin in 13:28 min.

Bei den Schülern U 13 gewann mit Erik Leonhardt ebenfalls ein Sportler vom SC Berlin. Auf Platz zwei schob sich in dieser Klasse Paul Köberlein vom Berliner TSC noch vor Robby Pohl und Paul Quabs  vom Marzahner RC´94. Dafür konnten mit Sascha Telschow auf Platz 1 und Raul-Odin Voigt als Dritter zwei weitere Marzahner bei der U 15 gleich zwei Medaillen erringen. Pepe Winnig vom SC Berlin wurde Zweiter.

Zur Freude auch der anwesenden Eltern und Betreuer durften die Drei bei der Siegerehrung ihr wohl erstes Siegerinterview geben. Robert Bengsch, der als Sprecher und Moderator für die fachlichen Informationen und die Unterhaltung am Mikrofon sorgte, lockte ein paar erste schüchterne Worte aus den Jungs. Und Sascha gab das richtige Statement. Er hat einfach getreten und probiert, was geht.

Paula Leonhardt, Sandra Hainzl und Linda Paduch sorgten schließlich bei den Schülerinnen U 15 für den einzigen Dreifacherfolg des Tages durch den SC Berlin. Paula Leonhardt hätte mit Ihrer Zeit sogar im nächsthöheren Jahrgang der weiblichen Jugend, und zwar recht deutlich, gewonnen.  Mit Ihr könnte sich ein großes Talent entwickeln. Das Podest der weiblichen Jugend besetzten Laura Lotter vom SC Berlin vor Leonie Seefeldt vom BRC Zugvogel 1901 und Selina König von der  NRVg. Luisenstadt 1910.

Das nächste Interview hörte das Publikum dann von der männlichen Jugend. Während Elias Richter vom Marzahner RC´94 als Berliner Meister strahlte, war der Zweitplatzierte Calvin Dik vom RSV Werner Otto ein wenig enttäuscht. Auch er hatte sich natürlich den Sieg vorgenommen. Besonders nach den schon sehr guten Rennergebnissen in den Vorwochen. Doch bei der Berliner Meisterschaft auf der Straße am kommenden Sonntag in Lübben sieht er seine Chance auf Revanche. Dritter wurde Jakob Antkowiak von der BSV AdW.

Bei den Junioren und Juniorinnen setzten sich die Favoriten durch, soweit sie am Start standen. Hier waren Berlins beste Junioren in Frankfurt/Main bei der ersten Austragung der Rad-Bundesliga   unterwegs. Berliner Juniorenmeister wurde in deren Abwesenheit Johann Kammholz von der RV Iduna 1910. Berliner Juniorinnenmeisterin ist in diesem Jahr Eleonora Schütz von der NRVg. Luisenstadt, die mit fast einer Minute Vorsprung relativ deutlich gewann. Recht knapp ging es dafür bei den Frauen zu, wo sich mit rund fünf Sekunden Vorsprung nach 16,4 km Cornelia Brückner von Velox Berlin gegen Sabine Dittmann vom RSV Werner Otto durchsetzte, während Yvonne Fiedler von der RV Iduna Dritte wurde.

In den Seniorenklassen setzten sich jene Fahrer durch, die man auch schon in den letzten Jahren bei diversen Zeitfahren ganz vorne gesehen hat. Dies sind die Spezialisten Michael Kopf von den Zehlendorfer Eichhörnchen bei den Senioren 2, Mike Herold vom RV Berlin 1888 bei den Senioren 3 und Michael Frisch vom BSV AdW bei den Senioren 4.

Im abschließenden Rennen der Elite Männer stachen zwei Sportler besonders heraus: als Zweitplatzierter war dies der KED-Stevens Fahrer vom Berliner TSC Erik Schubert, der sich allerdings dem neuen Meister Enrico Heinowsky vom Marzahner RC 94 geschlagen geben musste. Der letztjährige Vizemeister setzte sich dieses Mal über die 32,8 km mit einem Schnitt von 45,52 km/h durch.

Dank des Wetters, eines Wettfahrausschusses, der alles im Griff hatte, sowie zahlreichen Helfern wurden die Zeitfahrmeisterschaften zu einem gelungenen Renntag. Eine besondere Erwähnung verdienen sich noch Evelyn Schubert und die Familie Winzer, die mit leckerem Kuchen und Gegrilltem nebst Getränken für die Verköstigung der Besucher sorgten. Die Einnahmen daraus spenden sie der  Berliner Radsportjugend und somit kann dieser Einsatz als sehr lobenswert bezeichnet werden.

Bis zum kommenden Sonntag soll das gute Wetter nun mindestens anhalten. Daher können wir uns schon auf spannende Wettbewerbe im Straßenrennen freuen, die gemeinsam mit dem Landesverband Brandenburg in Lübben ausgefahren werden.

Jörg Wittmann

Bahnsport, Radsport, Rennrad, MTB....

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