Georg Sternberg verstorben

Am 14. Oktober 2017 verstarb in Berlin der ehemalige Meisterfahrer Georg Sternberg im Alter von 89 Jahren.

Auf den Spuren seines Vaters begann Georg Sternberg 1944 in Berlin mit dem Radsport. Er schloß sich dem bekannten Verein von Harry Saager und Heiner Schwarzer, dem RV Sturmvogel 1900 an, wechselte nach dem Krieg zu Derby Pankow. Seinen ersten großen Erfolg errang er im August 1949 als Sieger der Ostzonenmeisterschaft im Straßenfahren, die auf der WM-Strecke von 1934  auf dem Leipziger Scheibenholz ausgetragen wurde.

Der talentierte „Orje“, wie er von Freunden genannt wurde, gewann als spurtschneller Fahrer zahlreiche Straßen- und Rundstreckenrennen und errang auch auf den Aschenbahnen viele Siege. Zu seinen häufigsten Mannschaftspartnern gehörten Günter Oldenburg und Hans (Hanne) Wagner, mit denen er auch DDR-Vizemeister im Tandemrennen bzw. Zweier-Mannschaftsfahren wurde. Viel beachtet war sein Sieg im internationalen Kriterium anläßlich der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1951 in Berlin.  Insgesamt errang „Orje“ über 500 Erfolge.

1960 entdeckte er seine Liebe zum seit 1958 wieder „weltmeisterlichen“ Stehersport. Und der versierte Fachmann wurde schnell zu einem beliebten Pacemaker. Auf der Berliner Winterbahn errang er bei der Internationalen Stehermeisterschaft die Titel mit Ulrich Manthey (1966) und Jens Kunath (1980). Auf den Sommerbahnen gewann er Medaillen mit Manfred Schulz, Hans-Jürgen Stupka und Frank Herzog. Seine erfolgreichsten Schützlinge waren aber Karl Kaminski und Exweltmeister Thomas Huschke, mit denen er insgesamt fünfmal zu Titelehren bei den DDR-Stehermeisterschaften kam.

In der sogenannten Gruppe Nord der Ehemaligen nahm Georg Sternberg Jahrzehnte später, solange es seine Gesundheit erlaubte, an vielen Ausfahrten teil. Und so war nach gutem Training auch die Teilnahme am Senioren-Weltpokal 1998 in St. Johann in der Klasse Ü70 von Erfolg gekrönt.

„Orje“ Sternberg wird als beliebter Freund und Weggefährte von Rennfahrer-Generationen unvergessen bleiben!

Werner Ruttkus

Fotos W. Ruttkus

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 Oktober 2017 20:00
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