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Radsportlerinnen - sind in Brandenburg 1. Wahl Omnium
Frauenpower in Brandenburg - Stephanie Pohl und Emma Hinze sind Sportler des Jahres - Was unseren Berliner Radsportlern Simon Geschke, Robert Förstema...
Radsportlerinnen - sind in Brandenburg 1. Wahl Omnium
- Bahn Radsport
- Sonntag, 13 Dezember 2015
- Bernd Mülle
- 2724 mal
Frauenpower in Brandenburg
- Stephanie Pohl und Emma Hinze sind Sportler des Jahres -
Was unseren Berliner Radsportlern Simon Geschke, Robert Förstemann und Pierre Senska bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2015 nicht gelang, erreichten zwei sympathische junge Damen in unserem benachbarten Brandenburg.
Bei der Sportgala des Landessportbundes Brandenburg in Potsdam wurde die Cottbuserin Stephanie Pohl Sportlerin des Jahres und sah ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen im Jahre 2015 einmal mehr bestätigt.
Zum Jahresbeginn hatte sie in Paris bei den Bahnweltmeisterschaften in ihrer Spezialdisziplin Punktefahren die Goldmedaille errungen und damit den Grundstein für eine starke Saison gelegt.
In der gleichen Disziplin wurde sie zudem Dritte der Europameisterschaften in Grenchen/Schweiz und bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Darüber hinaus erzielte sie auch auf der Straße sehr gute Ergebnisse, die dazu führten, dass sie in der kommenden Saison für das Frauenprofiteam Cervelo-Bigla Pro Cycling aus der Schweiz fahren wird.
In der Sportlerwahl ließ sie die Kanutin Franziska Weber vom KC Potsdam und die Cottbuserin Martina Willing, die in der paralympischen Leichtathletik im Speerwurf Weltmeisterin wurde, hinter sich. Den hohen Stellenwert, den der Radsport in Brandenburg genießt, unterstreicht auch die Wahl zur besten Nachwuchssportlerin des Jahres, die von der gebürtigen Hildesheimerin, jetzt für den RSC Cottbus startenden Emma Hinze gewonnen wurde.
Die junge Dame hatte gerade in Neuseeland ihren ersten Weltcupeinsatz bei den Frauen, wo sie mit Miriam Welte im Teamsprint den vierten Platz belegte und auch im Sprint erste Erfahrungen sammeln konnte, als sie gegen Kristina Vogel im Sechzehntelfinale unterlag. Vorher hatte sie sich mit drei Goldmedaillen bei den U 19 Bahnweltmeisterschaften in Kasachstan geschmückt, als sie im Sprint, Teamsprint und Keirin siegte und dazu noch im 500 m Zeitfahren eine Silbermedaille herausfuhr. Somit besserte sie ihre Medaillensammlung gehörig auf, die in 2015 mit vier Titeln bei den Europameisterschaften begonnen hatte.
Der Landesverband Brandenburg kann sich glücklich schätzen, derartige Athletinnen in seinen Reihen zu haben, die einen entsprechenden Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung haben. In Berlin ist es leider so, dass der Fußball alles überstrahlt und auch andere Sportarten wie Handball oder Boxen in der Gunst des Publikums dem Radsport kaum Chancen lassen. Es wird noch einiges bewirken müssen, bis die Fehler der Vergangenheit, die nicht nur der Radsport begangen hat, diesem ganz verziehen werden. In dieser Beziehung sind unsere Nachbarn in Brandenburg schon ein ganzes Stück weiter.
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Bernd Mülle
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